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24.06.2014

16:35 Uhr

Nach Mordanschlag

23 Festnahmen im Fall Hélène Pastor

Erste Erfolge bei der Aufklärung des Anschlags auf die monegassische Milliardärin Hélène Pastor: Die Polizei hat 23 Menschen festgenommen, darunter auch die Tochter und den Schwiegersohn des Opfers.

Die Spurensicherung untersucht den Wagen, in dem Hélène Pastor und ihr Chauffeur von mehreren Kugeln getroffen wurden. Täter und Auftraggeber sollen nun verhaftet worden sein. Auch die Tochter und der Schwiegersohn der Milliardärin befinden sich in Polizeigewahrsam. dpa

Die Spurensicherung untersucht den Wagen, in dem Hélène Pastor und ihr Chauffeur von mehreren Kugeln getroffen wurden. Täter und Auftraggeber sollen nun verhaftet worden sein. Auch die Tochter und der Schwiegersohn der Milliardärin befinden sich in Polizeigewahrsam.

Marseille/NizzaKnapp sieben Wochen nach dem Mordanschlag auf die monegassische Immobilienerbin Hélène Pastor hat die Polizei zwei Verdächtige gefasst. Unter 21 weiteren Festgenommenen sind nach Angaben des Staatsanwalts vom Dienstag in Marseille auch die Tochter und der Schwiegersohn der 77 Jahre alten Milliardärin.

Die Polizei schlug in Marseille, Nizza und Rennes zu. Die Ermittler wollen die beiden von den Komoren stammenden Verdächtigen über DNA-Spuren, Videoaufnahmen und Telefonkontakte identifiziert haben. In der Wohnung eines Verdächtigen in Rennes seien 10.000 Euro in bar sichergestellt worden.

Die Tochter wurde laut Staatsanwalt allein aus Ermittlungsgründen festgenommen. Näheres wurde dazu nicht bekannt. Auf den Konten des Schwiegersohns von Pastors soll es verdächtige Finanztransaktionen gegeben haben. Eine direkt Verbindung zwischen Schwiegersohn und mutmaßlichen Tätern gibt es laut Staatsanwaltschaft bisher nicht.

Pastor und ihr Chauffeur waren am 6. Mai in Nizza von einem Unbekannten in ihrem Wagen niedergeschossen worden. Der 64 Jahre alte Mitarbeiter der Immobilienerbin starb vier Tage später, Pastor erlag zwei Wochen nach der Tat ihren schweren Verletzungen. Der mit einem Gewehr bewaffnete Schütze und ein Komplize konnten fliehen.

Zu den Hintergründen der Tat gab es bisher nur Spekulationen, auch über eine Beteiligung der italienischen Mafia wurde gerätselt. Pastors Großvater stammte aus Italien. Die Familie hat in Monaco ein riesiges Immobilienimperium mit Büro- und Wohnhäusern aufgebaut.

Von

dpa

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