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06.01.2003

08:36 Uhr

Nach Motorsegler-Drama

Frankfurt meldet: Alles wieder normal

Nach der Entführung eines Motorsegel-Flugzeuges, die am Sonntag Frankfurt für mehrere Stunden in Angst und Schrecken versetzte, hat sich der Flugbetrieb am Frankfurter Flughafen wieder normalisiert. Dies teilte der Flugleiter am Montag mit.

Ein Tornado kreist über dem entführten Flugzeug. Foto: dpa

Ein Tornado kreist über dem entführten Flugzeug. Foto: dpa

HB/dpa FRANKFURT/MAIN. Der Flugbetrieb über der 650 000-Einwohner Stadt war am Sonntagnachmittag unterbrochen worden, weil sich die Lotsen auf das gekaperte Flugzeug konzentrieren mussten. Stundenlang kreiste er über der Frankfurter Innenstadt in geringer Höhe. 116 Flüge mussten annulliert werden, viele Flugzeuge hatten stundenlange Verspätungen.

Der offenbar geistig verwirrte Pilot hatte gedroht, das Flugzeug in ein Hochhaus zu stürzen. Nach zwei Stunden landete er es auf dem Frankfurter Flughafen. Der Mann ließ sich widerstandslos festnehmen. Er soll am Montag (6.)dem Haftrichter vorgeführt werden.

Unterdessen forderte der Chef des Frankfurter Flughafens, Wilhelm Bender, Konsequenzen aus dem Vorfall zu ziehen. „Auch an den kleineren Flughäfen müssen dringend die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt werden“, sagte Bender in einem Interview mit der „Bild-Zeitung“. Der 31-jährige Pilot hatte das Flugzeug auf einem kleinen Flugplatz im südhessischen Babenhausen gekapert.

„Von uns erwartet man - zu Recht - dass wir massiv in Sicherheit investieren, um möglichst jedes Risiko auszuschließen. Und auf diesem kleinen Flugplatz hier ganz in der Nähe war es offenbar möglich, dass jemand mit einer Pistole einfach rein spaziert und ein Flugzeug kapert.“ Da seien die Behörden gefragt, sagte Bender der „Bild“.

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