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22.10.2013

14:21 Uhr

Nach Papst-Audienz

Geißler empfiehlt Tebartz-van Elst ein Bistum in Afrika

Nach der Papst-Audienz ist die Zukunft von Tebartz-van Elst weiter unklar. Während Heiner Geißler dem Limburger ein Bistum in Afrika empfiehlt, sorgt der Schwebezustand in der Heimat des Bischofs für ernsthafte Probleme.

Die Zukunft von Limburgs Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst steht weiter in den Sternen. dpa

Die Zukunft von Limburgs Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst steht weiter in den Sternen.

Rom/LimburgNach dem Treffen mit dem Papst am Montag ist die Zukunft des umstrittenen Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst weiter offen. Im Anschluss an das etwa 20-minütige Gespräch wurden keine Einzelheiten bekannt. „Eine Rückkehr in das Bistum Limburg wird sicher ganz schwierig“, sagte jedoch der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode am Montag nach der Audienz in Rom vor den wartenden Journalisten. Auch der frühere CDU-Generalsekretär Heiner Geißler hält eine Zukunft für Tebartz-van Elst in Limburg für unwahrscheinlich.

Tebartz-van Elst hatte gut eine Woche in Rom auf das Gespräch mit dem Papst zur Situation in Limburg gewartet. Der Bischof steht wegen der enormen Kosten für seine neue Residenz massiv in der Kritik.

Das Bistum hielt sich bedeckt über den Inhalt des Gesprächs. Der Bischof sei „dankbar für die sehr ermutigende Begegnung“, teilte die Diözese knapp mit. Über Details sei mit dem Papst Vertraulichkeit vereinbart worden.

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Die Deutsche Bischofskonferenz wollte sich nicht zur Audienz äußern. Ihr Vorsitzender Robert Zollitsch hatte mit dem Papst am vergangenen Donnerstag über die Limburger Affäre gesprochen. Er hofft wegen der negativen Folgen für die Kirche auf eine baldige Lösung.

Ein Lösungsvorschlag kam von Heiner Geißler. „Möglicherweise kann man dem Bischof empfehlen, dass er vielleicht mal ein Bistum in Afrika übernimmt, wo er beweisen kann, dass er seine Glaubwürdigkeit wieder zurückbekommt. Er ist und bleibt ja Bischof“, sagte der engagierte Katholik am Dienstagmorgen in der ARD. Tebartz-van Elst habe die Glaubwürdigkeit verloren. „Deswegen, glaube ich, wird er im Bistum nicht mehr akzeptiert werden.“

Vor dem Limburger Bischof hatte der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner eine Privataudienz bei Franziskus. Dieses Treffen in Rom war bereits vor Monaten vereinbart worden. Limburg gehört zur Kirchenprovinz Köln. Meisner (79) galt bisher als Unterstützer des angeschlagenen Bischofs. Er dürfte mit dem Papst vor allem auch sein im September eingereichtes Rücktrittsgesuch erörtert haben.

„Es ist natürlich inzwischen die ganze Situation so verfahren, dass etwas geschehen muss“, sagte der Osnabrücker Bischof Bode. Es gebe „bis in den Grund“ wieder eine Vertrauenskrise. Er sehe nicht, wie der Bischof seinen Dienst dort vernünftig ausüben können sollte.

Kommentare (44)

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Account gelöscht!

22.10.2013, 09:54 Uhr

Ungewissheit um Tebartz-van Elst belastet Kirche? Es ist doch ganz einfach, dieser unfähige Verschwender und sein Klüngel, werden nach Südamerika versetzt als einfache Priester, um ihren gewohnten Luxus zu entsagen, Ende des Problems. Abbau aller Privilegien der Kirchen, keine Sonderrecht mehr für die Kirchen.
Keine Eintreibung der Kirchensteuer durch den Staat, bei austritt keine sozialsteuer durch den Staat.

Aristoteles

22.10.2013, 14:29 Uhr

Schlage vor, dass Herr Geißler gleich mitfährt nach Afrika. Tut ihm bestimmt gut.

Account gelöscht!

22.10.2013, 14:33 Uhr

Super Idee, Herr Geißler. Dann kann er ja an die Hungernden Bibeln verteilen, anstatt wirkliche Hilfe zu leisten.

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