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21.09.2013

10:37 Uhr

Nach Protest gegen Ölbohrungen

Greenpeace-Aktivisten drohen lange Haftstrafen

Nach ihrem Protest gegen Ölbohrungen des russischen Gaskonzerns Gazprom werden 27 Greenpeace-Aktivisten in Russland festgehalten. Ihnen droht eine Klage wegen Piraterie – und im schlimmsten Fall bis zu 15 Jahre Haft.

Weltweiter Protest: Wie hier in Berlin forderten Greenpeace-Mitglieder rund um den Globus die Freilassung der Aktivisten. dpa

Weltweiter Protest: Wie hier in Berlin forderten Greenpeace-Mitglieder rund um den Globus die Freilassung der Aktivisten.

MoskauDen 27 Greenpeace-Leuten auf dem geenterten Schiff „Artic Sunrise“ drohen lange Haftstrafen. Der Grenzschutz werfe den Umweltschützern und Besatzungsmitgliedern Piraterie vor, teilte die Ermittlungsbehörde in Moskau am Freitag mit. Laut Gesetz stehen darauf bis zu 15 Jahre hinter Gittern. Sicherheitskräfte übernahmen unterdessen die „Arctic Sunrise“ und steuerten sie zur russischen Hafenstadt Murmansk. Sie hatten den Eisbrecher am Vortag geentert.

Der Vorfall werde geprüft, hieß es in der Mitteilung weiter. In Murmansk werde das Schiff frühestens am Montag erwartet. Roman Dolgow von Greenpeace sagte, die Crew werde von Bewaffneten bewacht.

Russland vs. Greenpeace

Russland : Küstenwache entert Greenpeace-Schiff

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Die Aktivisten hatten in der Petschorasee in Schlauchbooten gegen geplante Bohrungen des russischen Staatskonzerns Gazprom protestiert und versucht, an einer Ölplattform ein Transparent anzubringen. Der Piraterie-Vorwurf sei absurd, sagte Greenpeace-Sprecher Christoph von Lieven. Vielmehr habe sich die Küstenwache mit Waffengewalt das Schiff der Umweltschutzorganisation angeeignet.

Zuvor hatte die Sprecherin des Grenzschutzes im nordrussischen Gebiet Murmansk, Lilija Moros, im Radiosender Echo Moskwy mögliche Vorwürfe wegen Terrorismus angedeutet. Auf einem der Schlauchboote habe sich ein Gegenstand befunden, „der wie eine Bombe aussah“.

Kommentare (8)

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Thomas

21.09.2013, 11:10 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Frank-O

21.09.2013, 11:22 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Account gelöscht!

21.09.2013, 14:04 Uhr

Ich bewundere die mutigen Aktivisten von GreenPeace und wünsche ihnen, dass sie doch noch mit einem blauen Auge aus der Sache rauskommen.

Auf der anderen Seite gelten Gesetze natürlich auch für Umweltaktivisten. Das gute Motiv mag die "Tat" moralisch rechtfertigen, juristisch aber nicht.

Wäre die Organisation "Greenpeace" nicht von Einheiten der Globalisten/der NWO unterwandert, müssten die Leute vielleicht nicht ihr Leben riskieren, sondern könnten auf diplomatischem Wege Erfolge erzielen.

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