Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.11.2012

22:00 Uhr

Nach „Sandy“

Kälteeinbruch trifft die US-Ostküste

Temperaturen unter null Grad werden schon für Montag erwartet. Dabei sind noch Millionen Menschen an der Ostküste weiter ohne Strom und Heizöl. Doch es gibt auch Fortschritte bei den Aufräumarbeiten.

Rund 2,5 Millionen Haushalte waren am Wochenende weiter vom Stromnetz abgeschnitten. AFP

Rund 2,5 Millionen Haushalte waren am Wochenende weiter vom Stromnetz abgeschnitten.

New YorkNach dem Wirbelsturm "Sandy" macht den Menschen an der Ostküste der USA nun ein ungewöhnlich früher Kälteeinbruch zu schaffen. Bereits am Wochenende haben sich die Temperaturen dem Gefrierpunkt genähert, während die Stromversorgung vielerorts noch nicht wiederhergestellt war und viele Regionen weiter mit Heizöl- und Benzinknappheit zu kämpfen hatten.

Bereits am Montag soll das Thermometer unter null Grad Celsius fallen. Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg warnte, es werde noch mehrere Tage dauern, bis der Strom wieder zuverlässig fließt und ausreichend Treibstoff vorhanden ist. Wegen des frühen Kälteeinbruchs könnten noch bis zu 40.000 Menschen feste Unterkünfte benötigen. Am Wochenende waren weiterhin rund 2,5 Millionen Haushalte vom Stromnetz abgeschnitten.

In New Jersey starb ein 71-jähriger Mann an Unterkühlung. Damit stieg die Zahl der Opfer des vor einer Woche über die Ostküste der USA hinweggefegten Wirbelsturms "Sandy" auf mindestens 112 Menschen, davon 41 Tote in der Stadt New York.

Trotz der enormen Anstrengungen der Menschen, wieder zur Normalität zurückzufinden, bleiben die Sorgen um einen reibungslosen Ablauf der Präsidentschaftswahl an diesem Dienstag. Die Wahl-Kommission der Stadt habe "echte Probleme", räumte Bloomberg am Sonntag ein und sicherte dem Gremium Unterstützung zu.

Reportage aus New York : Ein schauriges Halloween ohne Strom

Reportage aus New York

Ein schauriges Halloween ohne Strom

Über 94 Stunden ohne Strom - nur Kerzen und Taschenlampen.

Um auch obdachlos gewordenen Menschen die Teilnahme an der Wahl ermöglichen zu können, greifen die Behörden zu ungewöhnlichen Maßnahmen. So erlaubt der Bundesstaat New Jersey Betroffenen, ihre Stimme per E-mail oder Fax abzugeben - was sonst nur im Ausland lebenden Wählern zugebilligt wird. In New York wäre sogar ein zweiter Wahltag denkbar, den ein Gesetz bei einer Wahlbeteiligung unter 25 Prozent als direkte Folge einer Katastrophe einräumt.

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

pietm

05.11.2012, 05:32 Uhr

Sandy zeigt sehr deutlich, dass es keine irdische Weltmacht gibt!

Klimaterror

05.11.2012, 19:15 Uhr

Alle Jahre wieder das gleiche Schauspiel an der US Ostküste. Nachdem die globale Erwärmung nun leider ausfällt kommt jetzt die Abkühlung, also fleissig CO2 produzieren damit es endlich wärmer wird.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×