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31.10.2012

09:01 Uhr

Nach „Sandy“

Plünderer ziehen durch New York

Der Schock nach dem Wirbelsturm „Sandy“ sitzt bei den New Yorkern tief. Während die meisten Bürger sich um die Rückkehr zur Normalität bemühen, wird in mehreren Stadtteilen von Plünderungen berichtet.

Verrammelte Läden in New York: In Brooklyn und Queens soll geplündert worden sein. AFP

Verrammelte Läden in New York: In Brooklyn und Queens soll geplündert worden sein.

New York/Washington/FrankfurtNach dem Wirbelsturm „Sandy“ gibt es jetzt erste Berichte über Plünderungen in New York. Die Polizei habe in den Stadtteilen Brooklyn und Queens mehrere Menschen unter anderem wegen des Verdachts von Plünderungen festgenommen, berichtete die Zeitung „Wall Street Journal“ am Mittwoch in ihrer Online-Ausgabe.

Die Festnahmen seien in Gegenden erfolgt, die durch die Fluten besonders betroffen seien. Dort seien Polizeistationen evakuiert worden. Insgesamt war von 13 Festnahmen die Rede. Unklar blieb, was geplündert wurde. Aus Furcht vor Kriminellen hätten mehrere kleine Ortschaften in Virginia und New Jersey zudem nächtliche Ausgangssperren verhängt, berichteten lokale Medien.

Unterdessen steigt die Zahlen der Toten an der US-Ostküste weiter an. Medien berichteten von etwa 50 Opfern. Die Sachschäden dürften nach Schätzungen von Wirtschaftsfachleuten bis zu 20 Milliarden Dollar (rund 15,5 Milliarden Euro) betragen. Besonders schwer sind die Bundesstaaten New Jersey und New York betroffen. Dort sind viele Häuser, Straßen sowie Stromleitungen zerstört oder schwer beschädigt. US-Präsident Barack Obama wollte am Mittwoch die vom Unwetter verwüstete Stadt Atlantic City besuchen.

Die endgültige Schadenssumme könnte allerdings noch wesentlich höher als 20 Milliarden sein, wenn etwa Einnahmeausfälle von Unternehmen mitgerechnet werden, berichtete der TV-Sender CNN.

Das US-Verkehrsministerium gibt allein New York 10 Millionen Dollar (7,7 Millionen Euro) Soforthilfe für Reparaturen an Straßen, Brücken und U-Bahn-Tunneln, teilte die Behörde mit. In U-Bahnschächte war massenweise Salzwasser eingedrungen. Weitere drei Millionen Dollar seien für Rhode Island vorgesehen, hieß es.

Zugleich bemühte sich New York an diesem Mittwoch um ein Stück Normalität. Zumindest einige Buslinien sollen in Betrieb genommen werden. Menschen räumten ihre Häuser auf. Unklar war allerdings, wann die U-Bahnen wieder fahren können, auf die die Menschen in der Millionenstadt besonders angewiesen sind.

Expertenschätzung: Schäden durch „Sandy“ in Milliardenhöhe

Expertenschätzung

Schäden durch „Sandy“ in Milliardenhöhe

Wirbelsturm „Sandy“ ist womöglich der drittschlimmste Hurrikan in der US-Geschichte. Die Versicherungsschäden könnten sich auf 15 Milliarden Dollar belaufen. Für die gesamte Wirtschaft dürfte es noch teurer werden.

Auch die Wall Street, die New Yorker Börse, wird an diesem Mittwoch wieder geöffnet. Der Flugbetrieb auf dem John-F.-Kennedy-Flughafen solle ebenfalls am Mittwoch wieder aufgenommen werden, berichtet der CNN.

Kommentare (5)

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Jay

31.10.2012, 10:27 Uhr

Das überrascht doch keinen das geplündert wird, würde jeder so machen, liegt in der Natur des Menschen. Also sollen sie doch das Militär auf die Straße bringen, damit nicht geplündert wird.

AntonAzubi

31.10.2012, 10:34 Uhr

Lieber Anonymus, ich weiß ja nicht, in welcher Natur Du aufgewachsen bist, aber da, wo ich herkomme, liegt es nicht in der Natur des Menschen, andere zu beklauen. Vielleicht weil die Mitmenschen aus meiner Natur selber für ihr Auskommen arbeiten und deshalb anderer Leute Besitztümer zu schätzen wissen, auch wenn sie selbst weniger haben.

Eule

31.10.2012, 10:49 Uhr

So ein Unsinn! Als ob schwere Katastrophen, Unwetter und Überschwemmungen bei uns, wie in Europa unbekannt wären!
Einfach mal mit anpacken, dann klappt es auch mit der Wahrnehmung der Realität! Kein Afrika im eigenen Land, weniger afrikanische Verhältnisse. Aber daß sich das in Europa ändert, daran arbeiten die Feinde der europäischen Völker die sich in typischer Orwellscher Lügensprache "Proeuropäer" nennen, nach Kräften.
Der permanente Krieg im Innern, anstatt solidarischer Gemeinschaft, sichert, wenn Not am Mann ist, denen da oben ihre Macht.
Und keine Sorge, die Kameras gibt's schon, bald kommen die Drohnen über unseren Städten und auch das Militär auf den Straßen - aber nicht um uns vor dem Abschaum zu schützen, denn diesen läßt die "Justiz" wieder auf die Allgemeinheit los - dank offener Grenzen geht das noch besser.

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