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03.11.2013

16:31 Uhr

Nach Schießerei

Flughafen-Schütze wollte „viele“ Sicherheitsbeamte töten

Die Schießerei am Flughafen von Los Angeles ist nach Erkenntnissen des FBI keine Affekthandlung gewesen: Offenbar wollte der 23-jährige Schütze so viele Sicherheitsbeamte wie möglich töten. Ihm droht die Todesstrafe.

Pressekonferenz zur Flughafen-Schießerei in Los Angeles mit FBI-Agent David Bowdich (links), dem Chef der Transportation Security Administration (TSA), John Pistole, (Mitte) und Staatsanwalt Andre Birotte. Reuters

Pressekonferenz zur Flughafen-Schießerei in Los Angeles mit FBI-Agent David Bowdich (links), dem Chef der Transportation Security Administration (TSA), John Pistole, (Mitte) und Staatsanwalt Andre Birotte.

Los AngelesDer Flughafen-Schütze von Los Angeles hatte es bei seiner Attacke gezielt auf Sicherheitsbeamte abgesehen. Das geht nach Angaben der Bundespolizei FBI aus einer handschriftlichen Notiz hervor, die der 23-Jährige bei der Schießerei auf dem drittgrößten Airport der USA bei sich trug. Darin habe der junge Mann von einer „bewussten Entscheidung“ gesprochen, „viele“ Mitarbeiter der Transportsicherheitsbehörde TSA zu töten, teilte ein leitender FBI-Beamter am Samstag mit. Er wolle „Furcht in ihren verräterischen Gemütern“ auslösen, hieß es in der Notiz.

Der Täter liegt derzeit verletzt in einer Klinik. Die Polizei hatte den Mann mit mehreren Schüssen überwältigt, nachdem er am Freitag im Terminal 3 mit einem Sturmgewehr einen 39-jährigen TSA-Beamten mit einem Sturmgewehr getötet hatte. Zwei weitere Beamte sowie ein Passagier wurden bei der Attacke verletzt. TSA-Mitarbeiter tragen Uniformen, sind aber unbewaffnet.

Durch das frühe Eingreifen der Flughafen-Polizei konnte vermutlich ein größeres Blutbad verhindert werden. „Er hatte genug Munition dabei, um buchstäblich jeden in dem Terminal zu töten“, sagte der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti. Warum der Schütze speziell die Sicherheitsbehörde so hasste, blieb zunächst ein Rätsel.

Die Attacke hatte in dem Terminal große Panik ausgelöst. Menschen flüchteten oder suchten Schutz, bevor das Gebäude dann evakuiert wurde. Hunderte Flüge fielen aus oder hatten Verspätung. Zehntausende Passagiere waren betroffen.

Der Schütze wurde bereits am Samstag (Ortszeit) unter anderem wegen Mordes angeklagt. Staatsanwalt Andre Birotte sprach von einer vorsätzlichen Tat. Damit könnte dem 23-Jährigen im Fall eines Schuldspruches die Todesstrafe drohen. Der „Los Angeles Times“ zufolge konnte er wegen seiner Verletzungen - er erlitt Schusswunden in Brust und Bein - zunächst nicht vernommen werden.

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