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14.11.2011

14:03 Uhr

Nach Schüssen auf Boxerin

Stiefvater wird zu Haftstrafe verurteilt

Nachdem die Ulmer Boxerin Rola El-Halabi im April 2011 von ihrem Stiefvater mit Schüssen schwer verletzt wurde, verurteilte das Berliner Landgericht den 44-Jährigen nun zu einer sechsjährigen Haftstrafe.

Die Ulmer Profiboxerin Rola El-Halabi wurde von ihrem Stiefvater angeschossen. dapd

Die Ulmer Profiboxerin Rola El-Halabi wurde von ihrem Stiefvater angeschossen.

BerlinNach den Schüssen auf die Ulmer Boxerin Rola El-Halabi muss deren Stiefvater wegen Körperverletzung für sechs Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Berlin sprach den 44-Jährigen am Montag schuldig, im April 2011 vor einem Boxwettkampf in Berlin-Karlshorst in die Umkleidekabine der jungen Frau gestürmt zu sein und ihr in Hand, Knie und Füße geschossen zu haben. Die heute 26-Jährige war schwer verletzt worden. In seinem Schlusswort hatte der frühere Manager der Boxerin die Schüsse gestanden.

Dem Richter zufolge passte es dem Angeklagten nicht, dass die Stieftochter anfing, ihr eigenes Leben zu leben. Der 44-Jährige habe sich am Tattag den Weg frei geschossen, um zu seiner Tochter zu gelangen. Der erste Schuss wurde von dem Mann gezielt in die Schlaghand des Opfers abgegeben, hieß es.

Die Staatsanwaltschaft hatte für den angeklagten Stiefvater wegen Körperverletzung eine Gesamtstrafe von sechs Jahren und zehn Monaten Haft gefordert. Die Verteidigung stellte keinen konkreten Antrag, verlangte aber eine mildere Strafe.

Von

dapd

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