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21.12.2012

13:39 Uhr

Nach Schulmassaker

26 Glockenschläge für Newtowns Opfer

Im US-Bundesstaat Connecticut ist dieser Freitag ein Trauertag. Die Menschen gedenken der Opfer des Amokläufers, der letzte Woche 20 Kinder und sechs Erwachsene erschoss. Die Waffenlobby will sich zu Konsequenzen äußern.

Fotos von Opfern der Sandy Hook Grundschule auf weißen Rosen. AFP

Fotos von Opfern der Sandy Hook Grundschule auf weißen Rosen.

Washington/NewtownGenau eine Woche nach dem Schulmassaker begehen die Menschen in Newtown und im ganzen US-Staat Connecticut an diesem Freitag einen offiziellen Trauertag. Um 9.30 Uhr (15.30 MEZ) gibt es eine Schweigeminute - exakt zu der Zeit, als der Amokläufer am vergangenen Freitag in der Sandy-Hook-Grundschule 20 Kinder und sechs Erwachsene tötete. Kirchenglocken sollen in Erinnerung an die Erschossenen in der Region 26 Mal läuten.

Gleichzeitig wird die erste Pressekonferenz (16.45 MEZ) der mächtigen Waffenlobby National Rifle Association (NRA) in Washington mit Spannung erwartet. Die NRA hatte mit der Erklärung überrascht, sie wolle mithelfen, dass solche Verbrechen nicht mehr passieren. Bisher hatte die NRA eine Verschärfung der laxen Waffengesetze in den USA stets vehement abgelehnt. Seit dem Schulmassaker sind die Waffenlobbyisten der NRA aber stark unter Druck geraten.

Nach Schulmassaker: Trauertag in Newtown und NRA-Pressekonferenz

Nach Schulmassaker

Trauertag in Newtown und NRA-Pressekonferenz

Eine Woche nach dem Amoklauf mit 27 Toten wird es an diesem Freitag zwiespältig.

Unterdessen begann eine von Präsident Barack Obama eingesetzte Kommission mit ihrer Arbeit. Unter Führung von Vizepräsident Joe Biden soll sie im Januar Vorschläge im Kampf gegen die Waffengewalt vorlegen.

Vor allem die gefährlichen halbautomatischen Sturmgewehre sind ins Zentrum der Kritik geraten, mit denen sich teilweise ohne Nachladen besonders schnell Hunderte Schuss abfeuern lassen. Diese Waffen waren bereits von 1994 bis 2004 verboten, unter Präsident George W. Bush lief das Verbot aber aus. Auch der 20 Jahre alte Amokläufer Adam Lanza hatte ein solches Gewehr benutzt.

Außerdem fordert Obama unter anderem eine strengere Überprüfung von Waffenkäufern. Es müsse verhindert werden, dass Kriminelle oder psychisch gestörte Menschen an Schusswaffen kommen. Obama machte aber bereits klar, dass am grundsätzlichen Recht zum Waffentragen in den USA nicht gerüttelt werden soll.

Von

dpa

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