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02.04.2014

10:19 Uhr

Nach schwerem Erdbeben

Teile Chiles zum Katastrophengebiet erklärt

Ein Erdbeben der Stärke 8,2 vor der Küste von Chile hat mindestens fünf Menschen das Leben gekostet. Auch wenn die Tusnamiwarnung aufgehoben wurde, erklärte Chiles Präsidentin drei Regionen zum Katastrophengebiet.

Evakuierung eingeleitet

Schweres Seebeben vor Chiles Küste

Evakuierung eingeleitet: Schweres Seebeben vor Chiles Küste

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Santiago de ChileNach dem schweren Erdbeben in Chile hat Präsidentin Michelle Bachelet drei Regionen im Norden des Landes zum Katastrophengebiet erklärt. Das Militär solle den Betroffenen dort helfen, aber auch Plünderungen vermeiden, sagte sie in der Nacht zum Mittwoch in einer Fernsehansprache.

„Es sind die notwendigen Maßnahmen getroffen worden, um die Bürger zu schützen“, erklärte sie. Die Zahl der Toten gab Bachelet mit fünf an. Bislang sei alles unter Kontrolle: „Das Land hat die ersten Stunden dieses Notfalls gut gemeistert.“

Das Beben am Dienstagabend hatte eine Stärke von 8,2. Das Epizentrum lag in rund 39 Kilometern Tiefe im Meer, rund 100 Kilometer vor der Küste der Stadt Iquique, wie die chilenische Erdbebenwarte CSN mitteilte. Die Behörden gaben eine Tsunami-Warnung heraus.

Das pazifische Tsunami Warn-Zentrum hob die Warnung jedoch für den Süden wieder auf. Mehr als zwei Meter hohe Wellen trafen auf die Küste, vorsorglich waren Bewohner der Küstenregion evakuiert worden. Auch in Peru und Ecuador wurde vor einem Tsunami gewarnt. Hunderttausende Menschen brachten sich in höher gelegenen Gebieten in Sicherheit. Für den Süden Chiles wurde die Tsunami-Warnung inzwischen wieder aufgehoben.

Erdbeben kommen in dem südamerikanischen Andenland häufiger vor. Zuletzt waren am 27. Februar 2010 bei einem Beben der Stärke 8,8 in Südchile mehr als 500 Menschen umgekommen. In Nordchile waren dagegen seit dem 19. Jahrhundert keine Erdbeben dieser Stärke verzeichnet worden.

In den vergangenen Wochen hatte rund 400 schwächere Beben das Gebiet erschüttert. Chile befindet sich an der Kontaktgrenze der tektonischen Nazca-Platte mit der südamerikanischen Platte.Ob die ungewöhnliche Schlagzahl der Erdstöße ein Vorbote für eine mögliche Katastrophe sind, können Forscher bislang nicht sagen.

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