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19.10.2014

17:11 Uhr

Nach schwerem Schneesturm

Opferzahl in Nepal auf 43 gestiegen

Es war das schlimmste Trekking-Unglück in der nepalesischen Geschichte: Ein unerwartet eintreffender Schneesturm hat 43 Wanderern und Helfern das Leben gekostet. Ein Warnsystem soll solche Unglücke künftig verhindern.

Die nepalesische Polizei musste bereits einige tote Trekker bergen. AFP

Die nepalesische Polizei musste bereits einige tote Trekker bergen.

KathmanduNach dem verheerenden Schneesturm in Nepal ist die Opferzahl auf 43 gestiegen. Es ist das schlimmste Trekking-Unglück in der Geschichte des Himalaya-Staats, für den der Bergtourismus eine wichtige Einnahmequelle ist.

Der TAAN-Vertreter Keshav Pandey sagte, an der Grenze der Bezirke Dolpo und Mustang seien neun tote Nepalesen gefunden worden. Die Rettungskräfte hätten zudem die Leichen von zwei japanischen Touristen am Thorong-La-Pass entdeckt. Der Rundweg um den 8091 Meter hohen Annapurna zieht jedes Jahr tausende Wanderer im Oktober an, wenn das Wetter normalerweise stabil ist. Am Dienstag brach jedoch unerwartet ein Schneesturm über die Region herein.

Ein Ausläufer des Zyklons „Hudhud“, der bereits in Indien schwere Verwüstungen hinterlassen hatte, brachte schwere Schneefälle über die Region. Mehrere Wanderergruppen wurden auf dem Weg, der bis auf 5416 Meter geht, von Lawinen überrascht. Neben 19 ausländischen Wanderer kamen mehrere einheimische Träger, Bergführer sowie drei Yak-Hirten ums Leben. Die Ausländer stammten aus Kanada, Israel, Polen, der Slowakei, Indien, Vietnam und anderen Ländern.

Der TAAN-Sprecher Binay Acharya sagte am Samstag, der Verband gehe davon aus, dass alle Bergsteiger aus dem betroffenen Berggebiet in Sicherheit seien. Es lägen keine weitere Notrufe oder Informationen über Vermisste aus dem Annapurna-Gebiet vor. Laut der Polizei wurden seit dem Sturm am Dienstag 385 Menschen gerettet, darunter 180 Ausländer. Es wurde befürchtet, dass noch weitere Todesopfer unter dem Schnee verborgen liegen.

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Mehrere Armeehubschrauber waren am Samstag im Einsatz, um nach weiteren Opfern zu suchen. Die Behörden flogen zudem ein Expertenteam aus Kathmandu ein, um bei der Suche zu helfen. Das Unglück führte Nepals Regierungschef Sushil Koirala dazu, den Aufbau eines landesweiten Warnsystems anzukündigen. Der Bergtourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für den ökonomisch schwach entwickelten Himalaya-Staat.

Im April waren bei einem der schwersten Unglücke der letzten Jahre am Mount Everest 16 Bergführer durch eine Lawine getötet worden, woraufhin alle Expeditionen auf den höchsten Berg der Welt ausgesetzt wurden.

Von

afp

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