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01.05.2012

13:42 Uhr

Nach schwerem Sturm

Unzählige Tote bei Fährunglück in Indien

Eine indische Fähre mit etwa 300 Menschen an Bord ist auf dem Brahmaputra gesunken. Noch rund 120 Passagiere werden vermisst. Rettungskräfte haben allerdings kaum noch Hoffnung, Überlebende zu finden.

Einsatzkräfte ziehen das Wrack der gesunkenen Fähre aus dem Fluss. dpa

Einsatzkräfte ziehen das Wrack der gesunkenen Fähre aus dem Fluss.

Guwahati/Neu-DelhiNach dem Fährunglück auf dem Brahmaputra im Nordosten Indiens mit möglicherweise mehr als 150 Toten haben Bergungsmannschaften die Suche nach Opfern und Überlebenden fortgesetzt. An der groß angelegten Rettungsaktion seien Angehörige der Sicherheitskräfte und des Katastrophenschutzes beteiligt, sagte der Ministerpräsident des Bundesstaates Assam, Tarun Gogoi, am Dienstag. Nach Medienberichten waren am Unglücksort in der Nähe der Stadt Dhubri auch Taucher und ein Hubschrauber im Einsatz.

Die Flussfähre mit etwa 300 Menschen an Bord war am Montag bei einem Sturm mitten auf dem reißenden Strom im nordöstlichen Bundesstaat Assam in zwei Teile zerbrochen. Bislang seien 40 Leichen aus dem Brahmaputra geborgen worden, sagte Assams Polizeichef am Dienstag. Rund 120 Menschen würden noch vermisst. Indische Medien hatten zuvor von bis zu 68 bestätigten Opfern und 150 Vermissten berichtet. Nach Polizeiangaben überlebten mindestens 100 Passagiere. Rettungskräfte haben allerdings kaum noch Hoffnung, Überlebende zu finden.

Nach Polizeiangaben war die Fähre unterwegs vom Bezirk Dhubri zum Bezirk Fakirganjan auf der gegenüberliegenden Uferseite. Dhubri liegt rund 300 Kilometer flussabwärts von Guwahati, der größten Stadt in Assam.

Ein Augenzeuge berichtete, er habe gesehen, wie nach dem Unglück Passagiere von dem Strom fortgerissen wurden, da die Strömung sehr stark gewesen sei. Unter den Passagieren seien auch zahlreiche Frauen und Kinder gewesen.

Assams Regierungschef Tarun Gogoi sagte, es seien Soldaten und Grenzschützer mit motorisierten Booten an die Unglücksstelle entsandt worden, doch der Einbruch der Dunkelheit und das schlechte Wetter behinderten die Rettungsarbeiten. Indiens Premierminister Manmohan Singh äußerte sich „bestürzt“ über die „Tragödie“ und sagte volle Unterstützung der Bundesregierung für Assam zu und versprach finanzielle Hilfen für die Angehörigen der Opfer.

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