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03.09.2013

09:37 Uhr

Nach Verkehrsunfall

Frau in Pathologie gebracht – obwohl sie noch atmete

Totgesagte leben länger: In die Pathologie von Itzehoe wurde nach einem Verkehrsunfall eine Frau eingeliefert. Ein aufmerksamer Pfleger jedoch stellte fest, dass die Dame dort falsch war: Sie atmete nämlich noch.

Wartende Fahrzeuge auf der Autobahn 23 nach einem Unfall am Montag. Eine Frau, die bei dem Zusammenstoß schwer verletzt wurde, landete versehentlich in der Pathologie. dpa

Wartende Fahrzeuge auf der Autobahn 23 nach einem Unfall am Montag. Eine Frau, die bei dem Zusammenstoß schwer verletzt wurde, landete versehentlich in der Pathologie.

ItzehoeEine Frau ist nach einem Unfall in Schleswig-Holstein im Sarg in der Pathologie gelandet – obwohl sie lebt. Sie gehörte zu den Opfern eines Verkehrsunfalls bei Itzehoe. Ein aufmerksamer Pfleger bemerkte, dass die angebliche Leiche noch atmet, wie der Sprecher des Klinikums Itzehoe, Prof. Arno Deister, sagte. Erst jetzt kam die ältere Frau endlich auf die Intensivstation. Sie war bei einem Frontalzusammenstoß auf der Autobahn 23 am Montagmorgen lebensgefährlich verletzt worden.

Nach Polizeiangaben verließ der mit drei Erwachsenen und vier Kindern besetzte Kombi auf einer Brücke seine Spur und raste in den Gegenverkehr. Eine 36-jährige Frau und ein 6-jähriger Jungen aus Husum starben noch an der Unfallstelle.

Notärzte hätten vor Ort die angeblich Tote untersucht und keine Lebenszeichen festgestellt, sagte Deister. Die Rettungskräfte hätten an der Unfallstelle ein EKG erstellt und bei der Frau keine Vitalzeichen festgestellt. Darum und aufgrund der sehr schweren Kopfverletzungen sei die Frau als klinisch tot eingeschätzt worden - also nicht für tot erklärt worden, wie Deister sagte. „Was dann genau passiert ist, weiß keiner.“

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

03.09.2013, 10:18 Uhr

Meldungen wie diese lassen freilich die Bereitschaft zu Organspenden einbrechen. Die Angst, vorschnell ausgeschlachtet zu werden, ist doch unterschwellig immer vorhanden.

bbb

04.09.2013, 17:36 Uhr

eher das Gegenteil. Vor einer Organspende müssen DREI Äzte den Tot festetellen...

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