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23.05.2011

03:21 Uhr

Nach Vulkanausbruch

Flughafen Reykjavik bleibt wohl gesperrt

In Island ist erneut ein Vulkan ausgebrochen - und wieder droht Gefahr für den Luftverkehr. Die Rauchwolke ist 20 Kilometer hoch.

Der Vulkan Grimsvötn in Island ist ausgebrochen. Quelle: dapd

Der Vulkan Grimsvötn in Island ist ausgebrochen.

ReykjavikWegen der Aschewolken vom Vulkan Grimsvötn bleibt der Flughafen der isländischen Hauptstadt Reykjavik wahrscheinlich auch am Montag geschlossen. Die Chancen für eine Wiedereröffnung stünden schlecht, teilte die Luftfahrtbehörde des Landes mit. Die Aschewolke zog am späten Sonntagabend über Reykjavik hinweg.

Unterdessen beobachten auch andere Staaten den Verlauf der Aschewolke aufmerksam. Experten halten zwar ein Chaos im Luftverkehr wie im vergangenen Jahr für unwahrscheinlich. Die Luftverkehrskontrollorganisation Eurocontrol warnte aber am Sonntagabend davor, dass die Aschewolke am Dienstag den Norden Schottlands erreichen könnte. Sollte sie sich mit der gleichen Intensität weiterbewegen, könnte demnach der Luftraum in Westfrankreich und Nordspanien ab Donnerstag betroffen sein.

Vulkanausbruch: Schwarze Wolken über Island

Video: Vulkanausbruch: Schwarze Wolken über Island

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Wie eine Sprecherin des südlich von Reykjavik gelegenen Flughafens Keflavik mitteilte, erfolgte die Schließung am Morgen, nachdem eine rund 20 Kilometer hohe Wolke aus Rauch und Asche über dem Grimsvötn aufgestiegen war. Den Angaben zufolge wurde die Wolke aber vom Wind nach Westen in Richtung Grönland getrieben. Eine Gefährdung des Flugverkehrs in Europa sei daher nicht zu befürchten.

In der nur dünn besiedelten unmittelbaren Umgebung des Vulkans fielen schwere Aschepartikel herunter. Die Polizei musste aus Sicherheitsgründen eine Hauptverkehrsstraße sperren. Der Grimsvötn gilt als der aktivste isländische Vulkan und liegt unter dem Vatnajökull-Gletscher. Die Eruption am Samstagabend wurde nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes von mehreren kleineren Erdbeben begleitet.

Kommentare (1)

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Caldera

22.05.2011, 13:13 Uhr

Der nächste „Schwarze Schwan“!
Endzeit - das Ende der Bedenkzeit?
Yellowstone wäre der nächste startende „Schwarze Schwan“.
Dann brauchen wir uns ums deutsche Wirtschaftswachstum, die EU-Schuldenkrise und den Atomausstieg und ob wegen Island wieder der Flugverkehr eingestellt wird sowieso nicht mehr unterhalten - dann heisst es zurück in die Steinzeit!

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