Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.07.2017

01:16 Uhr

„Nacht der 1000 Lichter“

Gedenken an das Loveparade-Unglück

Vor sieben Jahren fanden bei der Loveparade in Duisburg 21 junge Menschen den Tod. Bei einer „Nacht der 1000 Lichter“ gedachten am Sonntag Angehörige und Verletzte der Tragödie.

Trauerkerzen an der Loveparade-Unglücksstelle  während der "Nacht der tausend Lichter". Vor sieben Jahren waren hier 21 Menschen ums Leben gekommen. dpa

Nacht der tausend Lichter

Trauerkerzen an der Loveparade-Unglücksstelle während der "Nacht der tausend Lichter". Vor sieben Jahren waren hier 21 Menschen ums Leben gekommen.

DuisburgMit einer „Nacht der 1000 Lichter“ haben am Sonntagabend in Duisburg mehrere Dutzende Menschen der Toten und Verletzten des Loveparade-Unglücks vor sieben Jahren gedacht. An der Gedenkstätte am Unglücksort entzündeten sie mehrere hundert Kerzen. Ein Musiker spielte auf einem Saxophon.

Die „Nacht der 1000 Lichter“ findet traditionell am Vorabend des Jahrestages statt. Am 24. Juli 2010 waren am einzigen Ein- und Ausgang der Technoparade 21 Menschen erdrückt worden. Die Todesopfer im Alter von 17 bis 38 Jahren kamen aus Deutschland, China, Australien, Spanien, Italien und den Niederlanden. Für ihre Angehörigen gab es am Abend einen nichtöffentlichen Gedenkgottesdienst. Mindestens 652 Loveparade-Besucher wurden damals verletzt. Einige von ihnen leiden bis heute körperlich und seelisch unter den Folgen.

Überraschende Wende

Darum findet das Loveparade-Strafverfahren nun doch statt

Überraschende Wende: Darum findet das Loveparade-Strafverfahren nun doch statt

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Bereits am frühen Abend hatten Menschen den Ort aufgesucht. Er befindet sich am Rande eines Straßentunnels. Durch ihn strömten vor sieben Jahren Zehntausende zu einer Rampe, die auf das Gelände eines stillgelegten Güterbahnhofs führte. „Liebe hört niemals auf“ steht auf einer großen Stahlplatte geschrieben. Daneben sind zahlreiche Porträtfotos von Opfern angebracht.

Mehrere Besucher nahmen sich Grablichter, entzündeten sie und setzten sich dann still in die Nähe. Andere saßen lange in Gedanken versunken auf einer Bank. Mehrere standen zusammen und unterhielten sich. Eine Angehörige, die ihren Sohn verloren hatte, gab Fernseh-Interviews. Eine Krankenschwester erzählte von ihren damaligen Versuchen, mehrere junge Menschen zu reanimieren.

Am Montag, dem eigentlichen Jahrestag, gibt es zur Unglücksstunde am Nachmittag eine weitere Gedenkfeier an der Gedenkstätte. Die Feier ist erstmals öffentlich.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×