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06.11.2012

15:15 Uhr

Nächstes Unwetter nach „Sandy“

Neuer Sturm versetzt New York in Angst

In New York wächst die Sorge über einen weiteren herannahenden Sturm. Möglicherweise müssen erneut Häuser evakuiert werden. Unterdessen sind nach Wirbelsturm „Sandy“ zehntausende Liter Öl ins Meer ausgelaufen.

Etliche Menschen mussten wegen Wirbelsturm „Sandy“ evakuiert werden. AFP

Etliche Menschen mussten wegen Wirbelsturm „Sandy“ evakuiert werden.

New YorkIm schwer sturmgeschädigten New York wächst die Sorge vor einem neuen herannahenden Sturm: Möglicherweise müssten wegen des für Mittwoch erwarteten Unwetters erneut Häuser evakuiert werden, warnte der Gouverneur des US-Bundesstaates, Andrew Cuomo, am Montag. Als Folge des verheerenden Wirbelsturms "Sandy" flossen aus beschädigten Raffinerien an der US-Ostküste zehntausende Liter Öl ins Meer.

Normalerweise stelle ein solcher Sturm keine tödliche Gefahr dar, die aktuelle Situation sei aber nicht normal, sagte Cuomo weiter. "Leute, nehmt das ernst", warnte der Gouverneur. So stelle der Schutt, der nach wie vor in den von "Sandy" verwüsteten Gebieten liege, eine Gefahr dar, weil er erneut hochgewirbelt werden könne.

Befürchtet wurden auch neue Überschwemmungen. Die US-Wetterbehörde sagte für Mittwoch und Donnerstag einen Sturm mit möglicherweise starken Winden, Hochwasser an den Küsten und heftigen Regen- oder Schneefällen voraus.

Die Küstenregionen von New York und New Jersey wurden am härtesten getroffen, als "Sandy" am 29. Oktober an Land ging. Insgesamt wurden 15 US-Bundesstaaten in Mitleidenschaft gezogen, mindestens 109 Menschen kamen in den Vereinigten Staaten und den USA ums Leben. Es entstanden Schäden in Milliardenhöhe. Zuvor hatte der Wirbelsturm verheerende Verwüstungen in der Karibik angerichtet, besonders betroffen war Haiti.

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Temperaturen unter null Grad werden schon für Montag erwartet. Dabei sind noch Millionen Menschen an der Ostküste weiter ohne Strom und Heizöl. Doch es gibt auch Fortschritte bei den Aufräumarbeiten.

Aus einer beschädigten Raffinerie in Linden im Bundesstaat New Jersey seien mehr als 29.000 Liter ausgelaufen, teilte die Küstenwache mit. Die Raffinerie bleibe daher zunächst geschlossen. Das verunreinigte Wasser werde derzeit mit Tanklastwagen abgesaugt. Bis Sonntag seien bereits 1,7 Millionen Liter Wasser-Öl-Gemisch abgepumpt worden.

Kommentare (1)

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06.11.2012, 17:09 Uhr

Natürlich wünscht man den Amerikanern nicht, daß sie für ihre Umweltsünden zahlen müssen.

Aber eine Nation, die so viel mehr fossile Energien verschwendet, als ihrem Bevölkerungsanteil angemessen wäre, kann auch nicht ohne Schuld an ihren Problemen bleiben.

Die katastrophale Infrastruktur, die in starken Gegensatz zu ihren perfekten, militärischen Tötungsmaschinen steht, ist für viele Amerikaner zu einem riesigen Problem geworden.

Egal ob der mangelhafte Hochwasserschutz in New Orleans oder New York oder frei übers Land ungeschützte Stromleitungen die Probleme verursachen - der Amerikaner ist vielen Katastrophen ausgesetzt.

Symptomatisch war, daß die Zockerbude NYSE schon am nächsten Morgen nach der Sturmflut schon wieder in Betrieb war, während in den Krankenhäusern die Notstromaggregate ihren Dienst verweigerten und weder U-Bahn noch Busse oder sonst etwas in Betrieb waren.

Außerdem wurde der komplett überflüssige Marathonlauf erst nach ernsten Protesten storniert.

Bei Katastrophen dieses Ausmaßes kann man sehen, daß im Land des häßlichen Kapitalismus wenig Rücksicht auf den Normalbürger genommen wird.

The City that never cares!

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