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20.08.2014

17:32 Uhr

Nahe isländischem Vulkan

Bis zu 300 Touristen in Sicherheit gebracht

Sorge vor Ausbruch des Gletschervulkans: Seit dem Wochenende ist der Bardarbunga aktiv, heute sind etwa 300 Touristen vorsichtshalber evakuiert worden. Für den Flugverkehr gilt nun bereits Warnstufe Orange.

In der Gegend um den Bardarbunga befinden sich Wanderhütten und Zeltplätze, die von Touristen und Jägern genutzt werden. Reuters

In der Gegend um den Bardarbunga befinden sich Wanderhütten und Zeltplätze, die von Touristen und Jägern genutzt werden.

ReykjavikAus Sorge vor einem möglichen Vulkanausbruch sind bis zu 300 Touristen im Süden Islands in Sicherheit gebracht worden. Die Evakuierungsmaßnahmen in der Nähe des Gletschervulkans Bardarbunga seien am Mittwochmorgen abgeschlossen worden, erklärte der Zivilschutz. Wegen einer verstärkten seismischen Aktivität hatte die Polizei am Dienstag entschieden, das Gebiet nördlich des Vulkans zu sperren und zu räumen.

Der Bardarbunga ist einer der größten Vulkane Islands. Er liegt unter dem größten Gletscher des Landes, dem Vatnajökull. Nach Einschätzung von Wissenschaftlern könnte ein Ausbruch des Vulkans erhebliche Schäden anrichten und durch Aschewolken den Flugverkehr in Nordeuropa und über dem Nordatlantik behindern.

Die Gegend um den Bardarbunga ist nicht bewohnt. In der Region befinden sich lediglich Wanderhütten und Zeltplätze, die in den Sommermonaten von Touristen und Jägern genutzt werden. Das Gebiet werde aus der Luft beobachtet, um sicherzugehen, dass sich niemand mehr in der Nähe des Vulkans aufhalte, sagte der Leiter des Zivilschutzes, Vidir Reynisson, dem Sender RUV.

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Bereits auf der zweithöchsten Alarmstufe wird das Risiko für einen Ausbruch des isländischen Vulkans Bardarbunga eingeschätzt. Ähnlich wie der Ausbruch von Eyjafjallajökull könnte das vor allem den Flugverkehr treffen.

Der Bardarbunga ist seit dem Wochenende aktiv. Am Montag wurde ein Erdstoß der Stärke 4,5 gemessen und die Warnstufe für den Flugverkehr auf Orange angehoben, was eine erhöhte Aktivität mit erhöhtem Risiko einer Eruption bedeutet. Am Mittwoch war die Lage stabil. Ein Ausbruch des Vulkans steht nach Einschätzung der Behörden nicht unmittelbar bevor.

Im April 2010 hatte die Eruption des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull einen Monat lang den Flugverkehr in Europa lahmgelegt. Mehr als 100.000 Flüge wurden gestrichen, mehr als acht Millionen Reisende saßen zum Teil tagelang auf Flughäfen fest.

Von

afp

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