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14.01.2011

06:48 Uhr

Nationaler Schockzustand

Brasilien beklagt mehr als 500 Tote nach Erdrutsch-Katastrophe

In Brasilien ist die Zahl der Toten durch Überschwemmungen und Erdrutsche auf mehr als 500 gestiegen. In der Bergregion Serrana nördlich der Metropole Rio de Janeiro kämpften sich die Rettungskräfte verzweifelt durch Schlamm- und Wassermassen. Anhaltender Regen und verschüttete Straßen erschwerten jedoch die Suche nach Überlebenden. Das Land steht unter Schock.

Während die Rettungsarbeiten nach den verheerrenden Überschwemmungen und Erdrutschen weitergehen, begraben die Brasilianer die ersten der bereits mehr als 500 Toten. DAPD

Während die Rettungsarbeiten nach den verheerrenden Überschwemmungen und Erdrutschen weitergehen, begraben die Brasilianer die ersten der bereits mehr als 500 Toten.

HB DE JANEIRO. Die Behörden meldeten in der Nacht zum Freitag nach Angaben lokaler Medien bereits mehr als 500 Tote. Es wurden zahlreiche weitere Opfer befürchtet. Mehr als 13 500 Brasilianer haben wegen der Überschwemmungen und Erdrutsche ihr Zuhause verloren. „Was hier passiert ist, ist völlig absurd. Es sieht aus wie in einem Kriegsgebiet“, sagte der 54-jährige Albertino Lazaro, der in der Stadt Teresopolis in einer Sporthalle Schutz fand.

Überall sei nur noch Schlamm und Chaos. Allein in Teresopolis fanden die Einsatzkräfte bisher 223 Leichen. Aus der von Schweizer Siedlern gegründeten Stadt Nuevo Friburgo wurden 214 Tote gemeldet und aus Petropolis 40. In Sumidoro kamen 18 Menschen in den Schlamm- und Wassermassen ums Leben.

Die gewaltigen Schlammmassen zerstörten viele Stadtviertel. Autos und Lastwagen wurden von den Schlammfluten mitgerissen. Tausende Menschen wurden obdachlos und mussten in Noterunterkünften übernachten. Hunderte Rettungskräfte waren im Einsatz.

In der Region traten Flüsse über die Ufer und lösten sich zahlreiche Erdrutsche an dicht besiedelten Hängen, nachdem am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden soviel Regen niederschlug wie normalerweise nur in einem ganzen Monat zu dieser Jahreszeit.

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