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17.02.2015

08:40 Uhr

Naturgewalt

Erdbeben erschüttert Nordostküste Japans

Ein Erd- und mehrere Nachbeben haben am Dienstag die Nordostküste Japans erschüttert. Nach ersten Erkenntnissen gab es keine Verletzten. Eine ausgesprochene Tsunamiwarnung haben die Behörden wieder aufgehoben.

Erdbebenexperte Yasuhiro Yoshida informiert bei einer Pressekonferenz über die Folgen des Bebens. AFP

Erdbebenexperte Yasuhiro Yoshida.

Erdbebenexperte Yasuhiro Yoshida informiert bei einer Pressekonferenz über die Folgen des Bebens.

TokioEin Erdbeben der Stärke 6,9 hat am Dienstag die Nordostküste Japans erschüttert und kleinere Flutwellen ausgelöst. Eine Tsunami-Warnung der nationalen Meteorologiebehörde wurde aber nach zwei Stunden wieder aufgehoben. Berichte über Verletzte oder größere Schäden gab es nicht.

Stunden später gab es nach einer Reihe von Nachbeben einen weiteren Erdstoß der Stärke 5,7 vor der Küste, aber ebenfalls keine große Flut oder Schäden.

Richterskala

Stärke 0 bis 1,9

Nur durch Instrumente nachweisbar

Stärke 2 bis 2,9

Nur von sehr wenigen, ruhenden Menschen spürbar; freihängende Pendel schwingen leicht

Stärke 3 bis 3,9

Nur von wenigen Menschen wahrgenommene Schwingungen; Erschütterung mit einem vorbeifahrenden Lastwagen vergleichbar

Stärke 4 bis 4,9

Wird von den meisten Menschen bemerkt. Gläser und Teller klappern, Fensterläden schwingen. Die Schäden sind aber nur gering.

Stärke 5 bis 5,9

Von allen Menschen wahrgenommen. Möbel bewegen sich, Risse im Putz. Es besteht Verletzungsgefahr.

Stärke 6 bis 6,9

Erhebliche Beschädigungen, Gebäude stürzen ein. Es kommt zu Todesopfern. An Küsten sind Flutwellen möglich.

Stärke 7 bis 7,9

zahlreiche Tote und Verletzte. Nur wenige Gebäude bleiben stehen. Spalten im Boden reißen auf. Die Auswirkungen sind teilweise katastrophal. An Küsten kommt es zu vernichtenden Flutwellen.

Stärke 8 und mehr

Verwüstung. Alle Gebäude sind unbewohnbar. Es gibt flächendeckende Zerstörungen. An den Küsten sind katastrophale, bis zu 40 Meter hohe Flutwellen möglich.

Das ursprüngliche Beben hatte sich kurz nach 8 Uhr (Ortszeit) in einer Tiefe von rund zehn Kilometern ereignet. Die Erschütterung war selbst im 690 Kilometer entfernten Tokio zu spüren.

Nach dem Erdstoß wurden entlang der Küste der Präfektur Iwate bis zu 20 Zentimeter hohe Tsunamiwellen registriert. Zuvor war noch von einer bis zu einem Meter hohen Flutwelle die Rede gewesen. Zudem kam es in der Gegend zu etlichen kleineren Nachbeben.

Die Region war im März 2011 von einem gewaltigen Erdbeben und einem Tsunami heimgesucht worden. Fast 19 000 Menschen kamen um. Die Katastrophe führte zudem zu Kernschmelzen im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi.

Von

ap

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