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12.08.2012

09:50 Uhr

Naturkatastrophe

Hunderte Tote nach Erdbeben im Iran

Nach den schweren Erdbeben im Nordwesten des Iran steigt die Zahl der Todesopfer. Mindestens 250 Menschen kamen bei den Erdstößen ums Leben. Und noch sind die Helfer nicht in alle Dörfer der Krisenregion vorgedrungen.

Schwere Erdbeben erschüttern Iran

Video: Schwere Erdbeben erschüttern Iran

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DubaiNach den beiden schweren Erdbeben im Nordwesten des Iran ist die Zahl der Todesopfer auf 250 gestiegen. Mindestens 1800 Menschen wurden verletzt, wie die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars meldete. Retter versuchten am Sonntagmorgen unter Hochdruck, Verschüttete aus den Trümmern zu retten. Die Opferzahlen könnten noch steigen, zumal einige betroffene Dörfer noch nicht von den Helfern erreicht worden seien, sagten Behördenvertreter.

Die beiden Erdstöße am Samstag in der Nähe der Millionenstadt Täbris hatten der US-Bebenwarte zufolge eine Stärke von 6,4 beziehungsweise 6,3 und ereigneten sich in einem Abstand von nur elf Minuten. Ihnen folgten mindestens 40 Nachbeben. Zahlreiche Menschen flohen aus Angst aus ihren Häusern auf die Straßen. 16.000 Menschen wurden in Notunterkünften untergebracht.

Medienberichten zufolge wurden sechs Dörfer nahezu völlig zerstört, in rund 60 Dörfern seien mehr als 50 Prozent der Häuser beschädigt. In Täbris sei dagegen niemand ums Leben gekommen.

Auf iranischen Internet-Seiten veröffentlichte Fotos zeigten zahlreiche Leichen, darunter die von Kindern, die auf dem Boden einer Leichenhalle in der Stadt Ahar lagen. Ärzte versorgten Verletzte unter freiem Himmel. Andere Bilder zeigten zerstörte Häuser und Retter, die im Schutt gruben und Menschen herauszogen, einige von ihnen lebend, viele aber tot.

Ein großes Problem ist die Bestattung der Opfer. Moslems müssen die Leichen vor der Beerdigung waschen. Da es aber kaum Wasser in den Katastrophengebieten gibt, bleiben zahlreiche Opfer unbestattet.

Unter dem Iran verlaufen mehrere Verwerfungslinien. Das Land wurde schon mehrmals von schweren Beben heimgesucht. So kamen in der Stadt Bam im Jahr 2003 mehr als 25.000 Menschen ums Leben.

Kommentare (1)

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Bernhard

12.08.2012, 11:08 Uhr

Ob diese Katastrophe so "natürlich" war, bezweifle ich....
Es war wohl eher ein HAARP Warnschuss .....

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