Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.11.2015

14:58 Uhr

NDR und ARD rudern zurück

Xavier Naidoo tritt nicht beim ESC an

Der insbesondere wegen seiner Nähe zu Rechtspopulisten umstrittene Musiker Xavier Naidoo wird Deutschland nun doch nicht beim Eurovision Song Contest vertreten. Der NDR zog seine Nominierung nach heftigem Protest zurück.

Der Sänger wird Deutschland nicht beim Eurovision Song Contest vertreten. dpa

Xavier Naidoo

Der Sänger wird Deutschland nicht beim Eurovision Song Contest vertreten.

HamburgXavier Naidoo wird im kommenden Jahr nicht beim Eurovision Song Contest (ESC) in Stockholm für Deutschland singen. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) zog am Samstag seinen entsprechenden Vorschlag zurück, wie der Sender mitteilte.

„Xavier Naidoo ist ein herausragender Sänger, der nach meiner Überzeugung weder Rassist noch homophob ist“, meinte ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber. „Es war klar, dass er polarisiert, aber die Wucht der Reaktionen hat uns überrascht. Wir haben das falsch eingeschätzt.“

Xavier Naidoo beim ESC: Ein Kandidat mit seltsamen Ansichten

Xavier Naidoo beim ESC

Ein Kandidat mit seltsamen Ansichten

Xavier Naidoo wird Deutschland beim Eurovision Songcontest 2016 in Stockholm vertreten. Der Sänger gilt manchen als Rechtspopulist und Schwulenhasser. Für die ARD ist das offensichtlich kein Problem.

Gegen die Grand-Prix-Teilnahme des umstrittenen Sängers hatte sich heftiger Widerstand geregt. Im Internet liefen mehrere Petitionen gegen die ARD-Pläne, Naidoo konkurrenzlos für den ESC antreten zu lassen. Mehrfach hat Naidoo Diskussionen ausgelöst – etwa, als er am Tag der Deutschen Einheit 2014 vor rechtspopulistischen Reichsbürgern sprach, die Deutschland nicht als souveränen Staat anerkennen.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×