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05.05.2011

21:46 Uhr

Neonazis

NPD-Mitglieder als Wachmänner im Keltenmuseum‎

Bei der Eröffnung des hessischen Kelten-Museums sind zwei mutmaßliche Mitglieder der rechtsextremen NPD als Wachmänner eingesetzt worden. Sie sollen die zentrale Statue des Keltenfürsten bewacht haben - im Auftrag des Landes.

Bei der Eröffnung eines landeseigenen Kelten-Museums in Mittelhessen sind zwei mutmaßliche Mitglieder der rechtsextremen NPD als Wachmänner eingesetzt worden. Quelle: dpa

Bei der Eröffnung eines landeseigenen Kelten-Museums in Mittelhessen sind zwei mutmaßliche Mitglieder der rechtsextremen NPD als Wachmänner eingesetzt worden.

GlauburgPeinliche Panne: Bei der Eröffnung eines landeseigenen Kelten-Museums in Mittelhessen sind zwei mutmaßliche Mitglieder der rechtsextremen NPD als Wachmänner eingesetzt worden. Die Männer seien bei einem privaten Sicherheitsdienst beschäftigt, und seien noch während der Eröffnungsveranstaltung am Donnerstag von ihrem Posten abgezogen worden, teilte das hessische Wissenschaftsministerium in Wiesbaden mit. Das Land will nun prüfen, ob es den Vertrag mit der beauftragten Sicherheitsfirma kündigen kann.

Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung auf ihrem Online-Portal berichtet, die beiden einschlägig bekannten Männer hätten die zentrale Statue des Keltenfürsten bewacht - im Auftrag des Landes. Einer der Beiden sei Beisitzer im NPD-Landesvorstand, der andere arbeite für die regionale NPD.

Die heidnischen Kelten werden von zahlreichen Neonazis verehrt. Germanische und auch keltische Runen werden ebenso wie Symbole mit Bezug zum Nationalsozialismus von rechtsextremen Gruppen genutzt. Außerdem begannen die archäologischen Ausgrabungen am Glauberg ausgerechnet in der Nazi-Zeit zwischen 1933 und 1939.

Das neue Museum in Hessen soll Leben und Kultur der Kelten vermitteln - auf historischem Grund. Es steht dort, wo die antike Volksgruppe um das 5. Jahrhundert vor Christus ein Zentrum hatte. Der Neubau präsentiert mit verschiedenen Medien die Geschichte der Kelten von ihren Anfängen über die Glauberger Zeit bis hin zu ihrer heutigen Bedeutung etwa in Literatur oder Musik.

 

Von

dpa

Kommentare (3)

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Thomas-Melber-Stuttgart

05.05.2011, 22:23 Uhr

Wohl diesem Land, welches keine anderen Sorgen kennt!

Die-Partei-ist-zugelassen

05.05.2011, 23:28 Uhr

Die NPD ist eine verfassungsgerichtlich zugelassene politische Partei. Das wird vielen nicht passen, aber es ist so. Wenn die Partei offiziell zu den demokratischen Wahlen zugelassen ist, ist es nicht in Ordnung ihre Mitglieder zu diskriminieren. Auch das wird vielen nicht passen, ist aber so.

Account gelöscht!

06.05.2011, 08:15 Uhr

So sieht das aus !
Ich hoffe dass die Wachfirma sich diese Diskriminisierung nicht gefallen lässt. In Deutschland wird auf Gleichberechtigung in wirklich allen Belangen geachten. Nur wenns um die ständig für dumm verkauften NPD´ler geht will von Gleichberechtigung keiner was wissen.
Selbst Mörder und Vergewaltiger bekommen hier ständig zweite Chancen.....aber die hatten ja meist auch eine schwere Kindheit....sorry

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