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08.08.2014

13:35 Uhr

Nepalesische Regierung

Sherpas bekommen höhere Lebensversicherung

Oft sind die Sherpas in Nepal die einzigen Geldverdiener ihrer Familien, wenn ihnen im Himalaya etwas zustößt, stehend die Angehörigen vor dem Nichts. Nun erhöht die Regierung die Lebensversicherung für die Bergführer.

Ein Träger transportiert Matratzen vom Everest-Base-Camp zurück ins Tal: Sherpas sind nun mit 11.000 Euro für den Todesfall abgesichert. Reuters

Ein Träger transportiert Matratzen vom Everest-Base-Camp zurück ins Tal: Sherpas sind nun mit 11.000 Euro für den Todesfall abgesichert.

KathmanduNepals Regierung hat die Versicherungssumme für Sherpas sowie andere Bergführer und Träger angehoben. Die Arbeiter in den Himalaya-Bergen würden statt mit umgerechnet 7500 Euro nun mit 11 000 Euro für den Todesfall versichert, sagte Dipendra Poudel vom Tourismusministerium am Freitag. Nach der Eislawinen-Tragödie am Mount Everest im April hatte die Regierung die Summe bereits verdreifacht. Damals waren 16 nepalesische Bergführer ums Leben gekommen.

Viele Beobachter halten die bisherige finanzielle Absicherung für die Familien für unzureichend. Allein die aufwendige Beerdigung verschlinge einen Großteil des Geldes. Oft sind die Bergführer die einzigen Geldverdiener und die Familien wissen nach ihrem Tod nicht, wie sie die Ausbildung der Kinder bezahlen sollen. Die neuen, höheren Summen sollten teils direkt von den Touristen und teils von den Tourenveranstaltern getragen werden, sagte Poudel weiter.

Von

dpa

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