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25.11.2013

10:58 Uhr

Neue Details

Londoner Sklaven-Familie zog mehrfach um

Jahrelang hat ein Ehepaar in London drei Frauen als Sklavinnen gehalten. Nun kommen neue Details zu dem Fall ans Licht: Die Familie soll etwa mehrfach die Adresse gewechselt haben.

Die Polizei bewacht das Haus, in dem die drei Sklavinnen gefunden wurden. Doch es soll nicht der einzige Ort sein, an dem die Frauen in Gefangenschaft gelebt haben. dpa

Die Polizei bewacht das Haus, in dem die drei Sklavinnen gefunden wurden. Doch es soll nicht der einzige Ort sein, an dem die Frauen in Gefangenschaft gelebt haben.

LondonDie mutmaßlichen Täter im Fall von moderner Sklaverei in London haben in den vergangenen Jahrzehnten offenbar mehrmals die Adresse gewechselt. Die Ehepartner im Alter von 67 Jahren aus Indien und Tansania hatten Verbindungen zu 13 Adressen in ganz London, berichtete der „Guardian“ am Montag. Vermutlich sei das Paar mit den drei Frauen mehrmals umgezogen. Die jüngste Wohnung am Peckford Place im Süden Londons war nach Medienberichten erst 2005 errichtet worden.

Die beiden älteren Opfer im Alter von 57 und 69 Jahren sollen den Mann durch eine Art politische Sekte mit stark linker Ausrichtung kennengelernt haben. Die 30-Jährige, möglicherweise die Tochter des Mannes und der 57-Jährigen, soll bereits in der Gemeinschaft geboren sein.

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Offenbar über Jahrzehnte wurden drei Frauen als Haussklavinnen gehalten – unbemerkt von den Nachbarn. Jetzt sind die Frauen frei. Die zeitweise festgenommen Verdächtigen sind derweil auf Kaution freigelassen worden.

Die drei Frauen waren am 25. Oktober mit Hilfe einer Organisation zum Schutz von Frauen befreit worden. Sie gaben an, mehr als 30 Jahre lang in einer physischen und psychischen Abhängigkeit und in moderner Sklaverei gelebt zu haben.

Von

dpa

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