Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.08.2014

12:23 Uhr

Neue Funktion wird getestet

Facebook will Satire-Nachrichten kennzeichnen

VonTina Halberschmidt

Facebook testet eine neue Funktion, mit der Satire-Beiträge in der Timeline besser zu erkennen sein sollen. Beim „Postillon“ hat man nichts dagegen, fordert aber weitere Labels.

Facebook testet derzeit ein neues Label für satirische Meldungen. Quelle: Screenshot der Seite „Ars Technica“

Facebook testet derzeit ein neues Label für satirische Meldungen. Quelle: Screenshot der Seite „Ars Technica“

Viele Facebook-Nutzer können satirische und „echte“ Meldungen, die durch den eigenen Newsfeed laufen, nicht unterscheiden. Das soziale Netzwerk hat sich deswegen etwas Neues ausgedacht: In eckigen Klammern könnte fortan das Wort „Satire“ vor Nachrichten warnen, die nicht ganz ernst gemeint sind.

Ob das neue Label  Facebook-Usern helfen kann, Satire und Realität auseinanderzuhalten und Meldungen, die zum Beispiel von der deutschen Seite „Der Postillon“ kommen, besser einzuordnen?

Eigentlich sollten allein Headlines wie „Acht Millionen Schweizer zeigen sich selbst an, weil sie Konten in der Schweiz haben“ stutzig machen. Trotzdem fallen nicht nur Leser auf die Satire-Seite von Chefredakteur Stefan Sichermann herein, sondern auch namhafte Medien. Und zwar immer wieder.

Bei der Fußball-WM beispielsweise übernahm ein russischer TV-Sender die vom „Postillon“ veröffentlichte Meldung, dass ein Wirt nach dem 7:1-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Brasilien pleitegegangen sei, weil er seinen Gästen für jedes deutsche Tor einen Schnaps versprochen habe.

Anfang des Jahres sorgte der „Postillon“ für einige Verwirrung, weil er angeblich als erstes deutsches Medium „exklusiv“ den erwarteten Wechsel von Ronald Pofalla in den Vorstand der Deutschen Bahn vermeldet hatte. Tatsächlich hatte man lediglich durch einen technischen Trick den Zeitpunkt der Veröffentlichung nach vorne verlegt. Dadurch wurde allerdings der Eindruck erweckt, namhafte deutsche Agenturen, Zeitungen und Nachrichtenportale, die ebenfalls – allerdings später – berichtet hatten, hätten abgeschrieben und wären dem „Postillon“ auf den Leim gegangen.

Wer bei Google „Postillon Fail“ eingibt, bekommt zahlreiche Screenshots von Unterhaltungen auf Facebook  angezeigt. Wie zum Beispiel die zwischen einer gewissen Dina und ihrem Bekannten Tobias. Der Dialog über „Seniorenklappen für ältere Mitbürger“ zeigt: Nein, auch Dina hat das mit dem „Postillon“ irgendwie noch nicht verstanden.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Stefan Riegel

18.08.2014, 13:45 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×