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29.11.2013

17:09 Uhr

Neue Spielekonsole

Tumulte beim Verkaufsstart der Playstation 4

Nun treten die Rivalen direkt gegeneinander an: Nach Microsofts Xbox One ist seit Freitag auch Sonys Spielekonsole Playstation 4 in Deutschland auf dem Markt. Manche Fans verloren beim Warten auf die Konsole die Geduld.

Maurice (li.) und Mesam vor dem Sony Center in Berlin: Einige Kunden standen seit den frühen Morgenstunden dort, andere hatten auf dem Platz übernachtet - alles für die Playstation 4. dpa

Maurice (li.) und Mesam vor dem Sony Center in Berlin: Einige Kunden standen seit den frühen Morgenstunden dort, andere hatten auf dem Platz übernachtet - alles für die Playstation 4.

BerlinDie neuen Spielekonsolen Xbox One und die Playstation 4 sind seit Freitag auch in Deutschland erhältlich. Sony feierte am Donnerstagabend mit einem Fest in Berlin den Start seiner neuen Konsole in Deutschland und Europa, die Xbox One ist vor einer Woche in den Handel gekommen. Tausende Playstation-Fans fanden sich auf dem Potsdamer Platz zu einem ersten Vorverkauf ein. Am Freitag starteten dann auch die Elektronik-Händler den Verkauf.

Beim Warten auf die Playstation kam es in Rheinland-Pfalz in einigen Städten sogar zu Handgemengen und tumultartigen Szenen. Mindestens vier Menschen seien in Ludwigshafen-Oggersheim leicht verletzt worden, berichtete die Polizei. Einige Fans übernachteten auch vor den Eingangstüren der Elektronikläden.

Geschäftsmodelle der Spielebranche

Verkauf

Ein Entwickler arbeitet Monate oder Jahre an einem Spiel. Wenn es fertig ist, wird es zu einem festen Preis auf den Markt gebracht. Nach wie vor setzen viele Anbieter auf den klassischen Verkauf, ob Einzelkämpfer, die eine iPhone-App programmieren, oder große Studios mit Produktionen im Hollywood-Stil. Ob die Nutzer ins Geschäft gehen oder sich den Titel herunterladen, spielt dabei keine Rolle.

Abo-Modelle

Jede Stunde oder jeder Monat kostet – nach diesem Prinzip rechnen die Anbieter von Abo-Spielen ab. Wenn sie einen treuen Stamm von Spielern an sich binden können, schaffen sie einen stetigen Umsatzstrom. Dafür müssen sie allerdings auch ständig etwas Neues bieten, sonst sind die zahlenden Kunden weg. „World of Warcraft“ ist der Prototyp dieses Geschäftsmodells.

Free To Play

Das Spiel an sich ist gratis, aber die Extras kosten. Die Anbieter von Free-to-play-Spielen verdienen ihr Geld mit virtuellen Zauberstäben, Raumschiffen oder Rüstungen. Obwohl nur ein Bruchteil der Nutzer zahlt, kann das lukrativ sein. Da die Einstiegshürde niedrig ist, gewinnen die Anbieter viele Gelegenheitsspieler. Vorreiter sind Unternehmen wie Zynga und Bigpoint, doch auch viele Branchen-Dinos setzen inzwischen auf dieses Modell.

Werbung

Bandenwerbung im Fußballstadion, Aufkleber auf Rennwagen, gesponsorte Figuren: Computerspiele sind eine Plattform für Reklame. Der Anteil am Gesamtumsatz der Branche ist allerdings noch klein.

Crowdfunding

Wer keinen großen Geldgeber findet, fragt einfach viele Kleininvestoren. Beim Crowdfunding – der Schwarmfinanzierung – versorgen sich Unternehmen über Plattformen wie Kickstarter mit Kapital; Nutzer können kleine Beträge zur Verfügung stellen und bekommen im Gegenzug das fertige Produkt oder Extras.

Auch in der Schweiz berichtete die Polizei von Tumulten vor den Fachgeschäften Media-Markt und Interdiscount, vor denen viele Fans schon seit Mitternacht auf den Verkaufsstart am Morgen warteten, um eine der wenigen Geräte zu ergattern. Leser-Reporter in Zürich berichteten auf „20 Minuten“ von zerbrochenen Scheiben und teils panikartigen Dängeleien, bei denen sich mehrere Fans Prellungen, Schnittwunden und andere Verletzungen zugezogen haben.

Am Freitagnachmittag waren die Geräte vielfach ausverkauft, in vielen Märkten waren ohnehin nur wenige Konsolen verfügbar. Bei Online-Händlern wird eine Lieferzeit nach Weihnachten angezeigt.

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