Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.07.2011

22:13 Uhr

Neue Vorwürfe

Strauss-Kahn kontert Anzeige mit Anzeige

Die französische Publizistin Tristane Banon will Dominique Strauss-Kahn wegen Vergewaltigung anzeigen. Der Ex-IWF-Direktor will mit einer eigenen Anzeige kontern - und kämpft nun an zwei Fronten zugleich.

Der ehemalige IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn vor einem Gericht in New York. Quelle: dpa

Der ehemalige IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn vor einem Gericht in New York.

ParisDer einstige IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn wird in einem weiteren Fall der versuchten Vergewaltigung beschuldigt. Die französische Publizistin Tristane Banon kündigte am Montag über ihren Anwalt eine Anzeige an. Zu der Tat sei es im Februar 2003 während eines Interviews gekommen, das die damals 23-Jährige für ein Buchprojekt geführt habe, sagte der Jurist David Koubbi dem Nachrichtenmagazin „L'Express“. Die Anzeige werde am Mittwoch bei der französischen Staatsanwaltschaft eintreffen.

„Ich kann es nicht mehr hören, dass gesagt wird, ich sei eine Lügnerin, weil ich keine Anzeige erstatte“, begründete die 32-Jährige in einem erst am Abend veröffentlichten Interview des Magazins ihren Schritt. Wenn sie eines Tages mit diesen „acht Jahren Hölle“ abschließen wolle, müsse über den Fall geurteilt werden. Sie sei noch immer traumatisiert.

Strauss-Kahn schaltete umgehend französische Anwälte ein und ließ seinerseits rechtliche Schritte wegen falscher Anschuldigungen ankündigen. Der von Banon erhobene Vorwurf der versuchten Vergewaltigung sei erfunden, sagte ein Sprecher der Kanzlei Henri Leclerc & Associés in Paris. Man bereite eine Anzeige vor. „Ich weiß, dass ich die Wahrheit sage“, sagte hingegen Banon in dem Interview.

Gegen Strauss-Kahn wird seit Mitte Mai in den USA wegen einer angeblichen versuchten Vergewaltigung ermittelt. Vergangenen Freitag wurde er allerdings überraschend aus dem Hausarrest entlassen, weil Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Hauptbelastungszeugin aufgetaucht waren. Das „Wall Street Journal“ berichtete am Montag unter Berufung auf Ermittlerkreise, die US-Ankläger hätten immer mehr Skepsis ihr gegenüber.

Kommentare (7)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

P.Schrader

05.07.2011, 07:58 Uhr

> Arschgeschichten, Mobbing Korruption,
> Vetternwirtschaft, Arbeitsscheues Gesindel

Die Deutschen werden den Franzosen ja immer ähnlicher! Jetzt verstehe ich, warum die Franzosen die besten Freunde der Deutschen sind.

Oelblase

05.07.2011, 09:19 Uhr

Was hat denn DSK der Lügnerin Banon schon angetan ?

Es ist auf jeden Fall schon längst verjährt. Und in diesem Fall ist es genauso wie bei diesem Schneeflittchen im Fall Kachelmann: das vermeintliche Opfer hat es faustdicker hinter den Ohren als der angebliche Täter. Die lügt doch wie gedruckt, wenn sie behauptet, ihre Anzeige hätte nichts mit den Geschehnissen in den USA zu tun. Das ist eine Beleidigung des gesunden Menschenverstandes, wenn so ein Schwachsinn behauptet wird.


Die Opferrolle steht uns den Männern nicht gut - und wir wollen diese auch nicht annehmen. Wenn der Gesetzgeber und die Gerichte hier nicht bald immens gegensteuern, dann muss man sich als Beschuldigter was überlegen, wie man die "Kronlügnerin" beseitigt.

So ein tragischer Autounfall kann ja immer mal passieren.

nichts.zu.holen

05.07.2011, 09:21 Uhr

was bringt ihm das?? Wo nichts zu holen ist, ist einfach Nichts. Würde DEM vielleicht auch mal ganz gut tun. Aber, oder das war jetzt auch genug. Einfach mal einige Tage eine andere Welt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×