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30.10.2013

14:16 Uhr

Neues Ordinariat

Erzbistum München baut für 130 Millionen

Wie in Limburg steckt die katholische Kirche auch in München Millionen in ein neues Gebäude. Statt nur einem Bischof sollen dort aber 400 Menschen arbeiten. Deshalb sehen auch Reformkatholiken bei dem Bau kein Problem.

Das Bischofshaus und der Dom in Limburg. Das Münchner Vorhaben ist für den Verband „Wir sind Kirche“ nicht vergleichbar mit den Ausschweifungen von Tebartz-van Elst. dpa

Das Bischofshaus und der Dom in Limburg. Das Münchner Vorhaben ist für den Verband „Wir sind Kirche“ nicht vergleichbar mit den Ausschweifungen von Tebartz-van Elst.

MünchenDie Erzdiözese München und Freising bekommt ein neues Ordinariat für insgesamt gut 130 Millionen Euro. Das Bistum bestätigte am Mittwoch einen Bericht der „Abendzeitung“ und betonte, die Öffentlichkeit sei über den Kauf der Immobilie, die Kosten sowie den geplanten Umbau informiert worden. An dem neuen Hauptstandort der Kirchenverwaltung mitten in München sollen 400 Mitarbeiter einziehen, die bisher auf mehrere Standorte verteilt sind. Das soll die Zusammenarbeit verbessern und Kosten reduzieren.

Der Bau der neuen Limburger Bischofsresidenz für mehr als 31 Millionen Euro hatte zuletzt eine heftige Debatte über die Finanzen und Immobilien der katholischen Kirche ausgelöst. Limburgs Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst muss derzeit eine Auszeit nehmen.

In München hatte das Bistum nach dem Erwerb 2006 laut damaliger Mitteilung die Kaufsumme des Gebäudes von 86 Millionen Euro veröffentlicht. Die Summe sei größtenteils durch eine Umschichtung von Mitteln aus dem Immobilienbereich beglichen worden, hieß es. Anfangs seien knapp 40 Millionen Euro Umbaukosten kalkuliert worden, nun seien es gut 42 Millionen Euro.

Nach Ansicht der kritischen Laien-Initiative „Wir sind Kirche“ ist der Bau in München nicht mit dem in Limburg zu vergleichen. „Das ist ein gewaltiger Unterschied. Das eine ist ein Verwaltungsgebäude, das andere mehr oder weniger ein Privatgebäude“, sagte der Sprecher der Reformkatholiken in Bayern, Magnus Lux. In Limburg sei offenbar Prunk- und Verschwendungssucht zum Tragen gekommen.

„Dass ein Verwaltungsgebäude für 400 Leute mitten in München Geld kostet, ist nachvollziehbar“, sagte Lux. „Wichtig dabei ist auch, dass das Projekt offensichtlich durch alle Gremien gegangen ist und alle, die damit befasst waren, auch ihre Meinung sagen konnten - anders als bei der Geheimniskrämerei in Limburg.“

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

30.10.2013, 15:33 Uhr

Was wollen die denn da "verwalten"? Ihren unsichtbaren Freund, diesen "Gott", dessen Existenz vollkommen unwahrscheinlich ist?

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