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01.01.2006

13:04 Uhr

Neujahrsgottesdienst

Papst ruft zum Frieden auf

Bei seinem ersten Neujahrsgottesdienst hat Papst Benedikt XVI. die Menschen in aller Welt dazu aufgerufen, sich für den Frieden einzusetzen. Es sei „ein neuer Schub an Mut und Vertrauen in Gott und die Menschen nötig, um den Weg des Friedens zu wählen“.

Papst Benedict XVI: 'Frieden und Brüderlichkeit' im neuen Jahr. Foto: dpa

Papst Benedict XVI: 'Frieden und Brüderlichkeit' im neuen Jahr. Foto: dpa

HB ROM. Ein Jahr voller Frieden und Brüderlichkeit: Dies ist der Neujahrswunsch von Papst Benedikt XVI. für die Menschen in allen Teilen der Welt. Dialog, Vergebung und Solidarität seien „der einzige Weg, der zu wahrem Frieden führt“, sagte der Kirchenführer beim traditionellen Angelus-Gebet vor zehntausenden Menschen, die trotz Regens auf den Petersplatz gekommen waren. Bereits zuvor hatte Benedikt bei seinem ersten Neujahrsgottesdienst die Gläubigen dazu aufgerufen, sich für den Frieden einzusetzen. Am 1. Januar feiert die katholische Kirche seit 1967 den Weltfriedenstag.

In dem mit mehreren tausend Gläubigen gefüllten Petersdom betonte der Kirchenführer am Sonntag, es sei „ein neuer Schub an Mut und Vertrauen in Gott und die Menschen nötig, um den Weg des Friedens zu wählen“. Dieser Schub müsse von allen ausgehen, Individuen ebenso wie Völkern, internationalen Organisationen und Weltmächten, sagte Benedikt. In Zeiten von immer neuen Bedrohungen des Friedens durch „Terrorismus, Nihilismus und fanatischen Fundamentalismus“ sei es wichtiger als je zuvor, gemeinsam für den Frieden zu arbeiten, erklärte Joseph Ratzinger.

Er rufe auch die Organisation der Vereinten Nationen dazu auf, „mit erneuerter Gewissenhaftigkeit ihrer Verantwortung für die Verbreitung von Gerechtigkeit, Solidarität und Frieden nachzukommen, in einer Welt, die immer mehr von dem breiten Phänomen der Globalisierung gekennzeichnet ist“.

Anlässlich des 39. Weltfriedenstages hatte Benedikt bereits vor wenigen Wochen eine Botschaft mit dem Titel „In der Wahrheit liegt der Friede“ veröffentlicht. Darin schrieb er, dass es im Herzen eines jeden Menschen „eine nicht zu unterdrückende Sehnsucht“ nach Frieden gebe. Jedoch werde „die Wahrheit des Friedens immer noch auf dramatische Weise gefährdet und geleugnet durch den Terrorismus, der mit seinen Drohungen und seinen kriminellen Handlungen imstande ist, die Welt im Zustand der Angst und der Unsicherheit zu halten“.

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