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04.04.2012

13:45 Uhr

Neuseeland

Heck von Containerschiff „Rena“ gesunken

Vor einem halben Jahr war der Frachter vor der Küste Neuseelands auf ein Riff aufgelaufen. Zwölf Meter hohe Wellen haben das abgebrochene Heck nun sinken lassen. Behörden befürchten, dass mehr Öl austritt.

Hier lag der hintere der Teil der „Rena“ noch oberhalb der Wasseroberfläche. Mittlerweile ist er untergegangen. dapd

Hier lag der hintere der Teil der „Rena“ noch oberhalb der Wasseroberfläche. Mittlerweile ist er untergegangen.

WellingtonDas Heck des auseinandergebrochenen Containerschiffs „Rena“ ist am Mittwoch vor Neuseeland gesunken. Zwölf Meter hohe Wellen hatten das Hinterteil des vor einem halben Jahr auf Riff gelaufen Schiffs in die Tiefe gezogen, wie die Schifffahrtsbehörde am Mittwoch mitteilte. Der Bug des verunglückten Frachters sitzt weiter schwerbeschädigt auf dem Riff fest. Die Behörde fürchtet nun, dass mehr Öl ins Meer laufen und Neuseelands Strände verschmutzen könnte. Es handele sich aber nur um einen „Bruchteil“ der Menge, die bislang ins Meer geflossen sei, hieß es. Außerdem könnten Container und Trümmerteile das Wasser verschmutzen.

Die Schiffsbrücke am 19. Januar: Hier lag das Heck schon fast vollständig unter Wasser. dapd

Die Schiffsbrücke am 19. Januar: Hier lag das Heck schon fast vollständig unter Wasser.

Das 236 Meter lange und 37.000 Tonnen schwere Schiff war am 5. Oktober 22 Kilometer vor der Küste von Tauranga auf Riff gelaufen. Rund 350 Tonnen Öl gelangten ins Meer, 2400 Vögel verendeten und lange Sandstrände wurden verschmutzt. Von den fast 1400 Containern an Bord rutschten Dutzende ins Wasser und gefährdeten die Schifffahrt. Das Schiff unter liberianischer Flagge brach Anfang des Jahres in einem Sturm auseinander.

Die „Rena“ hatte 1700 Tonnen Schweröl an Bord geladen, als sie das Riff rammte. 1300 Tonnen konnten abgepumpt werden. Bislang konnten mehr als 680 Container geborgen werden. Der philippinische Kapitän des Frachters ist wegen gefährlicher Fahrweise, Umweltverschmutzung und Justizbehinderung angeklagt. Er hatte das Logbuch der „Rena“ nach dem Unfall verändert, sich später aber schuldig bekannt. Ihm drohen sieben Jahre Haft. Das Urteil wird im Mai erwartet.

Von

dpa

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