Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.06.2011

10:14 Uhr

Neuseeland

Mehrere Erdbeben erschüttern Christchurch

Erneut hat eine Erdbeben-Serie hat die neuseeländische Stadt Christchurch erschüttert. Doch obwohl die Bewohner nach den starken Beben im Februar verängstigt sind, scheinen sie diesmal glimpflich davon gekommen zu sein.

Hilfskräfte helfen bei der Evakuierung eines Geschäfts in Christchurch. Quelle: dpa

Hilfskräfte helfen bei der Evakuierung eines Geschäfts in Christchurch.

Wellington Vier Monate nach dem schweren Erdbeben vom Februar ist die neuseeländische Stadt Christchurch erneut von einer Serie von Erdstößen erschüttert worden. Mehr als 40 Menschen wurden dabei am Montag verletzt. Eines der wenigen noch intakten Gebäude in der Innenstadt stürzte ein, mehrere weitere wurden beschädigt. In etwa 47.000 Haushalten in den östlichen Vororten fiel bei winterlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt der Strom aus.

Die Menschen flohen in Panik aus den Häusern, als während der Mittagszeit das erste Beben der Stärke 5,2 zu spüren war. Etwa eine Stunde später wurde ein weiteres Beben der Stärke 6,0 in etwa zehn Kilometern Tiefe registriert, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. „Wir sind in Staub gehüllt“, sagte Bürgermeister Bob Parker einem Radiosender. „Das ist sehr, sehr beängstigend.“

Über dem abgeriegelten Stadtzentrum, das bei dem Erdbeben im Februar verwüstet wurde, stieg eine Staubwolke auf. Ziegelsteine fielen von den Dächern. Mehr als 40 Menschen mussten nach Angaben des Rettungsdienstes wegen leichter Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden. Zum Zeitpunkt des Bebens hielten sich etwa 200 Menschen im Stadtzentrum auf. 

„Rückschlag für Christchurch und seine Einwohner“

Ein Auto versinkt in einer Erdspalte in Christchurch. Die Kosten des Bebens sind noch nicht abzusehen. Quelle: Reuters

Ein Auto versinkt in einer Erdspalte in Christchurch. Die Kosten des Bebens sind noch nicht abzusehen.

Zwei Männer, die an der schwer beschädigten Kirche St. John's arbeiteten, wurden eingeklemmt, als Teile der Fassade in die Tiefe stürzten. Die Polizei erklärte, die Männer seien geborgen und mit Schnittwunden und Prellungen ins Krankenhaus gebracht worden. Ein anderes Gebäude in der Nähe stürzte ein. Es hatte sich jedoch niemand im Inneren aufgehalten. An der eingestürzten Kathedrale entstand weiterer Schaden.

Ministerpräsident John Keys sagte: „Das war ein Rückschlag für Christchurch und seine Einwohner, aber er mindert nicht unsere Entschlossenheit zum Wiederaufbau.

Bei dem Erdbeben der Stärke 6,3 vom Februar waren in Christchurch 181 Menschen ums Leben gekommen. Seitdem wurde die Stadt von tausenden Nachbeben erschüttert.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×