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01.07.2013

16:50 Uhr

New York

Hubschrauber muss auf dem Hudson notlanden

Spektakuläre Rettungsaktion in New York: Ein Hubschrauber-Pilot musste seinen Helikopter mit vier schwedischen Touristen an Bord auf dem Hudson River notlanden. Der Vorfall weckt Erinnerungen an den „Helden von Hudson“.

Manöver geglückt: Die Touristen an Bord des Helikopters kamen mit dem Schrecken davon. Reuters

Manöver geglückt: Die Touristen an Bord des Helikopters kamen mit dem Schrecken davon.

New YorkWunder gibt es nicht nur einmal: Knapp viereinhalb Jahre nach der erfolgreichen Notwasserung eines Passagierflugzeugs auf dem Hudson in New York ist ein Hubschrauber mit vier schwedischen Touristen an Bord erneut sicher auf dem Fluss notgelandet. Die Maschine sei Sonntagmittag von der Südspitze Manhattans aus zu einem Besichtigungs-Rundflug aufgebrochen, doch schon zwölf Minuten später habe der Pilot Probleme mit dem Antrieb bekommen, berichtete Vize-Feuerwehrchef Thomas McKavanaugh vor Journalisten. In seiner Not habe er sich entschieden, auf dem Hudson zu landen. Niemand an Bord wurde verletzt – auch dank einiger Segler und Motorbootfahrer, die sofort zu Hilfe eilten. Der Pilot und vier Touristen aus Schweden, zwei von ihnen Kinder, kamen mit dem Schrecken davon.

Der Hubschrauber war Augenzeugenberichten zufolge für zwölf Minuten in der Luft, als er plötzlich rasch an Höhe verlor und dann mit einem großen Platsch in Höhe der 79. Straße im Hudson River aufsetzte. Offenbar war der Motor ausgefallen. Dank der Schwimmer an den Kufen hielt sich die Maschine über Wasser.

Noch vor der Feuerwehr waren Wassersportler da, um die vier Schweden und den Piloten aufzunehmen. Die fünf kamen vorsorglich ins Krankenhaus, es ging aber allen - den Umständen entsprechend - gut.

„Der Pilot hat seine Sache großartig gemacht, wenn man bedenkt, dass sein Motor nicht mehr funktioniert hat“, sagte McKavanagh den „New York Daily News“. Unklar war allerdings am Tag nach dem Unglück noch, wie es überhaupt zu dem Notfall kommen konnte.

Der Hubschrauber ist eine Bell 206. Das Grundmodell des „Jetranger“ ist schon mehr als 50 Jahre alt, wurde aber laufend modernisiert und mehr als 6000 Mal gebaut. Der „VW Golf der Lüfte“ gilt als erfolgreichster Zivilhubschrauber der Luftfahrtgeschichte.

Der Vorfall weckt Erinnerungen an das „Wunder vom Hudson“ 2009. Damals musste ein Pilot einen Airbus A320 im Hudson River notlanden, nachdem Vögel in die Triebwerke geraten waren. Alle 150 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder überlebten das Unglück. Der Pilot Chesley „Sully“ Sullenberger wurde anschließend als Held gefeiert. Unter anderem war er den bereits mit Wasser vollgelaufenen Airbus zweimal abgegangen und hatte sich vergewissert, dass niemand mehr an Bord war, bevor er selbst die Maschine verließ.

In Manhattan sind wegen der Vereinten Nationen, Geschäftsreisender und vor allem Touristen Hubschrauber unterwegs wie anderswo Stadtbusse. Immer wieder kommt es auch zu Unglücken. Im Oktober 2011 starben zwei Frauen, nachdem ein Touristenhubschrauber, auch ein „Jetranger“, in den East River gestürzt war. Zwei Jahre zuvor waren ein Flugzeug und ein Touristenhubschrauber zusammengestoßen. Alle acht Menschen starben.

Kommentare (1)

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01.07.2013, 10:03 Uhr

So was? Unter Hubschrauberpiloten ist das keine Zeile wert. Das ist nicht einmal ein Notfall, höchstens ein incident.

Der Hubschrauber hatte Schwimmer, die sind genau dafür da, um auf dem Wasser zu landen. Und eine Autorotation (Landung ohne Motorkraft) beherrscht ein H-Pilot im Schlaf.

Schon wieder eine blöde Schlagzeile zuviel!

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