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15.01.2009

23:48 Uhr

New York

Notlandung im Hudson River

Ein Airbus A320 der US-Fluggesellschaft US Airways ist im New Yorker Hudson River notgelandet. Die laut Medienberichten 150 Insassen an Bord wurden von Fährschiffe sicher an Land gebracht. Schuld waren offenbar Vögel.

Passagiere verlassen den abgestürzten Airbus über die Notausgänge. Foto: ap ap

Passagiere verlassen den abgestürzten Airbus über die Notausgänge. Foto: ap

HB NEW YORK. Nach der Notlandung eines voll besetzten Airbus im New Yorker Hudson-Fluss sind alle Passagiere gerettet worden. Nach Angaben des US-Nachrichtensenders CNN waren mehr als 150 Menschen an Bord. Dem Pilot war eine meisterhafte Notlandung gelungen, nachdem er zuvor über Funk von Problemen wegen eines Vogelschwarms berichtet hatte.

In einer dramatischen Rettungsaktion konnten Fährschiffe und die Wasserwacht die im Fluss treibende Maschine stabilisieren. Die Passagiere kletterten über die Ausstiegstüren in Rettungsboote. Ein Überlebender beschrieb das Unglück als „ganz schön erschreckend“.

Nach Angaben der US-Luftfahrtaufsichtsbehörde FAA war die Maschine auf dem Weg vom New Yorker Flughafen La Guardia nach Charlotte im Bundesstaat North Carolina. Es handelte sich um einen Airbus A 320 der US-Fluggesellschaft US Airways.

Der Pilot hatte kurz nach dem Start über Funk Probleme gemeldet und die Notlandung angekündigt. Die Maschine ging unmittelbar vor den Hochhäusern von Manhattan nieder.

Zunächst schien es, als sei das Flugzeug abgestürzt. Allerdings ragte ein Teil des Rumpfs noch aus dem eiskalten Wasser, auch die Tragflächen waren zu sehen. Hubschrauber kreisten über der Unglücksstelle und warfen Rettungswesten ab. Auch die regelmäßig im Hafen verkehrenden Fähren kamen zu Hilfe. Ein FAA-Sprecher sagte dem US-Nachrichtensender CNN, Taucher hätten sich davon überzeugt, dass niemand in dem Flugzeugwrack zurückgeblieben war.

Der gerettete Passagier Jeff Kolodjay, der mit Freunden zu einem Golfturnier fliegen wollte, berichtete bei CNN: „Ungefähr drei Minuten nach dem Start sind die Maschinen ausgegangen. Und dann wussten wir, dass es nach unten geht.“

Nach dem Aufprall auf dem Fluss sei es in der Kabine des Jets zunächst etwas hektisch gewesen. „Ein Frau mit einem Baby an der Schulter hat versucht, über die Sitze zum Ausgang zu klettern“, sagte Kolodjay. „Da haben wir einfach gerufen, Frauen und Kinder zuerst.“ Anschließend habe sich der Andrang zu den Ausgängen normalisiert. „Ich glaube auch, dass alle Passagiere überlebt haben.“

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