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03.01.2011

14:23 Uhr

Niedersachsen

Zwei Schweinegrippe-Tote in Göttingen

In Deutschland sind nach längerer Zeit wieder Fälle der sogenannten Schweinegrippe aufgetreten - mit tragischem Ausgang. Ein Mädchen und ein Mann starben in Göttingen an den Folgen der Influenza-Erkrankung. Grund zur Panik gebe es allerdings nicht.

Der Schweinegrippe-Impfstoff hilft gegen den Influenza-Erreger. dpa

Der Schweinegrippe-Impfstoff hilft gegen den Influenza-Erreger.

HB HANNOVER. Die beginnende Grippewelle hat in Niedersachsen zwei Tote gefordert. In Göttingen starben ein dreijähriges Mädchen und ein 51 Jahre alter Mann mit Vorerkrankungen an einer Influenza-Erkrankung, wie das Sozialministerium am Montag in Hannover mitteilte. Bei beiden sei der Schweinegrippe-Erreger A/H1N1 nachgewiesen worden, teilte das Sozialministerium am Montag in Hannover mit. Es gebe trotz alledem aber „keinen Grund zur Panik“, sagte Ministeriumssprecher Thomas Spieker.

Seit Ende Dezember 2010 würden zunehmend Influenzaviren in Niedersachsen nachgewiesen. Wenn über 20 Prozent der Rachenabstriche von Patienten eine Infektion belegen, wird von einer Grippewelle gesprochen, wie der Präsident des Landesgesundheitsamts, Matthias Pulz, erklärte. In der Mehrzahl der Untersuchungen werde das Influenzavirus A/H1N1 2009 nachgewiesen, das 2009 die Influenzapandemie („Schweinegrippe“) ausgelöst hatte. Mit dem Höhepunkt der Grippewelle sei Ende Januar oder im Februar zu rechnen.

Diese tragischen Fälle aus Göttingen zeigten, „dass die Influenza keine harmlose Erkrankung ist, sondern auch einen schweren Verlauf nehmen kann“, sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin Aygül Özkan (CDU). Tödlich verlaufende Erkrankungen können den Angaben zufolge in jeder Influenza-Welle auftreten. Auch wenn während der Pandemie im Jahr 2009 die Schweinegrippe als vergleichsweise harmlos wahrgenommen wurde, sind damals bundesweit 250 Todesfälle registriert worden. Die meisten verstorbenen Patienten hatten eine Grunderkrankung oder andere Risikofaktoren.

Den besten Schutz vor einer Infektionen biete die Impfung gegen die Influenza, sagte Pulz. „Um für die kommende Grippewelle ausreichend geschützt zu sein, sollte man sich aber möglichst noch in den nächsten Tagen impfen lassen, da die volle Schutzwirkung erst etwa 14 Tage nach der Impfung einsetzt.“

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