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05.01.2009

12:21 Uhr

Noch keine neue Spur

Mutmaßliche „Phantom-Komplizen“ ausgeliefert

Frankreich hat zwei mutmaßliche Komplizen des „Phantoms von Heilbronn“ an die deutschen Behörden ausgeliefert. Die Suche nach der unbekannten Serientäterin, die in Heilbronn eine Polizistin erschossen haben soll, hat das bislang allerdings noch nicht vorangebracht.

dpa SAARBRÜCKEN. Die Hoffnungen auf eine heiße Spur im Heilbronner Polizistenmordfall haben sich zunächst nicht bewahrheitet: Zwei mutmaßliche Einbrecher, die möglicherweise das „Phantom von Heilbronn“ kennen, wurden von Frankreich ausgeliefert, sind aber inzwischen wieder auf freiem Fuß.

Die „Frau ohne Gesicht“ wird verdächtigt, im April 2007 eine Polizistin in Heilbronn ermordet zu haben. Sie wird im Zusammenhang mit zahlreichen Straftaten seit 15 Jahren gesucht. Zuletzt wurde ihre DNA an vier Tatorten von Einbrüchen im Saarland und in Rheinland-Pfalz entdeckt.

Die 26 und 33 Jahre alten Verdächtigen seien bereits am 29. Dezember von Frankreich ins Saarland gebracht worden, bestätigte Dieter Appel vom Landeskriminalamt (LKA) Saarland einen Bericht der „Bild“-Zeitung am Montag. Sie sollen an Einbrüchen im Saarland beteiligt gewesen sein.

Die beiden Männer, die aus Albanien und dem ehemaligen Jugoslawien stammen, seien „ausführlich vernommen“ worden. Zur mutmaßlichen Heilbronner Polizistinnenmörderin hätten die beiden Männer keine Angaben gemacht. „Es gab keine Aussage zu einer Frau“, sagte der LKA-Sprecher.

Nachdem sie ein Teilgeständnis abgelegt hätten, habe das Amtsgericht Saarbrücken sie am 30. Dezember vorläufig auf freien Fuß gesetzt. Der Haftbefehl gegen die beiden Männer bleibt bestehen, wurde aber unter Auflagen vorerst außer Vollzug gesetzt worden. Es bestehe keine Fluchtgefahr.

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