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07.01.2005

18:32 Uhr

Nördlich von Bologna

Zugunglück in Italien fordert mindestens 14 Todesopfer

Beim Zusammenstoß eines Passagierzuges mit einem Güterzug sind in Norditalien am Freitag mindestens 14 Menschen getötet worden.

HB BOLOGNA. Zudem habe es mehr als 50 Verletzte gegeben, darunter mindestens drei schwer Verletzte, teilte die Feuerwehr mit. Das Unglück ereignete sich bei dichtem Nebel in der Nähe eines Bahnhofs nördlich von Bologna zwischen den Orten Crevalcore und Camposanto. Die beiden Züge fuhren auf einem Gleis. Fernsehbilder zeigten eine Lokomotive, die durch die Wucht des frontalen Aufpralls entgleist war. Zudem war ein Waggon zu sehen, der offenbar in die Luft geschleudert worden war und auf einem anderen Wagen zu liegen kam.

Bei dem Personenzug handelte es sich um einen Interregio auf dem Weg von Verona nach Bologna. Im Zug befanden sich rund 100 Insassen. Der Frachtzug hatte schwere Eisenträger geladen. Nach dem Zusammenprall hatten sich einige der Träger in einen Wagen des Personenzuges gebohrt. Es war das schwerste Zugunglück in Italien seit 1980. Damals waren 20 Menschen ums Leben gekommen.

Die Rettungsarbeiten gestalteten sich schwierig, weil Bergungskräne nicht nahe genug an das Gleis gebracht werden konnten. Ärzte und Sanitäter behandelten Verletzte auf den Dächern der Wagen.

Die italienischen Behörden leiteten Ermittlungen zur Unglücksursache ein. In Italien ist es in der Vergangenheit immer wieder zu Unfällen auf Bahnstrecken gekommen, auf denen es nur ein Gleis gibt. Wenn zwei Züge ein Gleis benutzen, wartet der eine Zug in der Regel am Bahnhof, bis der andere vorbeigefahren ist. Warum dies am Freitag nicht geschah, war zunächst unklar.

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