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02.01.2007

15:58 Uhr

Nord-Ostsee-Kanal

Tanker auf Jungfernfahrt richtet Millionenschaden an

Zum zweiten Mal in einer Woche ist ein Schiff an der Schleuse zum Nord-Ostsee-Kanal in Kiel mit einem der Tore kollidiert und hat einen Millionenschaden verursacht: Der Tanker „Bow Sirius“ lief auf seiner Jungfernfahrt zu schnell in die Schleuse ein und donnerte mit dem Bug in jenes Tor, das vor wenigen Tagen noch heil geblieben war.

Ordentliche Delle: Der demolierte Bug des Chemietankers "Bow Sirius" nach der Kollission mit einem Tor der Schleuse in Kiel-Holtenau. Foto: dpa dpa

Ordentliche Delle: Der demolierte Bug des Chemietankers "Bow Sirius" nach der Kollission mit einem Tor der Schleuse in Kiel-Holtenau. Foto: dpa

HB KIEL. Die Wasserschutzpolizei sprach von menschlichem Versagen. Möglich seien Missverständnisse oder auch Bedienungsfehler. Anders als bei der Kollision am vergangenen Mittwoch musste die Schleuse aber nicht komplett gesperrt werden. Wie lange die erneute Reparatur der Holtenauer Schleuse dauern wird, war am Dienstag noch unklar. Der Schaden sei beträchtlich und liege nach ersten Schätzungen zwischen 1,5 und 2 Millionen Euro, sagte ein Sprecher der Polizei.

Die „Bow Sirius“ war auf Jungfernfahrt von der Stettiner Werft nach Hamburg. Der 182 Meter lange und 32 Meter breite Chemikalien-Tanker war unbeladen, als er das Schleusentor rammte. Während am Schiff nur Lack abplatzte und eine Delle entstand, wurde das 1 000 Tonnen schwere Schleusentor regelrecht zerrissen. Das andere Tor war nach der Kollision mit dem Tanker „Edward“ erst in der vorigen Woche ausgetauscht worden.

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