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06.12.2012

04:47 Uhr

Nordsee-Unfall

Autofrachter sinkt nach Kollision mit Containerschiff

Vor der niederländischen Küste sind ein Autofrachter und ein Containerschiff zusammengestoßen. Dabei kamen mehrere Menschen ums Leben. Sieben Vermisste haben in der eiskalten Nordsee nur eine geringe Chance.

Archivfoto des bei der Kollision gesunkenen Autofrachters "Baltic Ace". (Foto: AFP PHOTO / ANP / SCHEEPVAARTNIEUWS.BLOGSPOT.COM / HANS BLOMVLIET) AFP

Archivfoto des bei der Kollision gesunkenen Autofrachters "Baltic Ace". (Foto: AFP PHOTO / ANP / SCHEEPVAARTNIEUWS.BLOGSPOT.COM / HANS BLOMVLIET)

AmsterdamBei einer Schiffskollision vor der niederländischen Küste sind vier Menschen ums Leben gekommen. Sieben weitere würden noch vermisst, teilte die niederländische Küstenwache in der Nacht zum Donnerstag mit. Rettungsboote, Helikopter und die niederländische Marine suchten in der Nacht mit Infrarotgeräten nach Überlebenden. „Die Überlebenschancen ohne Schutzanzüge sind klein“, sagte der Sprecher der niederländischen Küstenwache, Peter Verburg, im niederländischen Fernsehen.

13 Menschen konnten gerettet werden. Sie seien nicht in Lebensgefahr. „Sie hatten sich mit Rettungsflößen in Sicherheit gebracht“, sagte der Sprecher. 11 wurden verletzt und schwer unterkühlt in Krankenhäuser in Rotterdam und Belgien gebracht. Die Wetterbedingungen seien für die Rettung nicht ideal. „Es ist dunkel, es weht ein starker Wind und das Wasser ist kalt“, sagte Verburg.

In der Nacht zum Donnerstag stellte die niederländische Küstenwache die Suche nach Überlebenden ein. Bei Tagesanbruch werde entschieden, ob die Suche nach den sieben vermissten Seeleuten fortgesetzt werde, teilte die Behörde am frühen Morgen mit. Zwei Kriegsschiffe der niederländischen Marine würden aber vorerst in dem Unglücksgebiet bleiben.

Gegen 19.15 Uhr war etwa 65 Kilometer vor der niederländischen Küste bei der süd-westlichen Provinz Zeeland der unter der Flagge der Bahamas fahrende Auto-Frachter „Baltic Ace“ mit dem Containerschiff „Corvus J“ aus Zypern zusammengestoßen. Der 23.000 Tonnen schwere Frachter sank in nur 15 Minuten. Warum es zu der Kollision kam, war zunächst nicht bekannt.

Die Schiffe waren auf einer der meistbefahrenen Schiffsrouten der Welt unterwegs. Erst in der vergangenen Woche hatte die Internationale Seefahrtsorganisation IMO neue Fahrrouten der niederländischen Regierung genehmigt, die ab August 2013 gelten sollen.

Die „Baltic Ace“ war vom belgischen Zeebrügge auf dem Weg ins finnische Kotka. Das Containerschiff „Corvus J“ gehört zur Gesamtflotte der deutschen Reederei Jüngerhans im niedersächsischen Haren (Ems) und wurde bei der Kollision kaum beschädigt. Es kam aus dem schottischen Grangemouth und fuhr nach Antwerpen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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SubventionDerStahlindustrie

15.12.2012, 10:51 Uhr

Wie seltsam dieser Artikel doch ist! Es bleibt nur ein großes Fragezeichen stehen!

Radar ausgefallen? Nebel? Computergesteuerte Schiffe? Blinde und Besoffene auf der Brücke? Oder gar gar niemand auf der Brücke?

Ein wenig mehr Recherche täte manche Artikel echt von Müll nach Information katapultieren...

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