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14.04.2006

15:07 Uhr

Notstand in Bulgarien

Rumänien zunehmend von Hochwasser bedroht

Rumänien hat am Freitag vorsorglich die gezielte Flutung von Feldern entlang der Donau angeordnet.

HB BUKAREST/SOFIA/BELGRAD. Die Hochwasserlage an der Donau in Osteuropa verschärft sich zunehmend. In Rumänien wollen die Behörden jetzt durch kontrollierte Überschwemmungen von vier unbewohnten Gebieten größeres Unheil abwenden. In Bulgarien gilt entlang der Donau wegen der Hochwassergefahr der Notstand, Evakuierungen werden vorbereitet. Überflutungen gibt es bereits in Serbien-Montenegro. In den deutschen Hochwassergebieten entspannt sich die Lage dagegen zusehends.

In allen rumänischen Anrainergebieten der Donau gilt höchste Alarmstufe. Bei Calafat und Fetesti sind bereits Deiche geborsten. Mehr als 600 Menschen in Caras-Severin wurden in Sicherheit gebracht. Als erstes Gebiet solle nun eine Zone unterhalb des Staudammes Eisernes Tor im Kreis Dolj geflutet werden. Insgesamt würden 92 000 Hektar mit Donauwasser überflutet, sagte Ministerpräsident Calin Popescu Tariceanu nach einer Sitzung des Krisenstabs am Freitag.

Auch in Bulgarien ist die Donau in der Nacht zum Freitag weiter gestiegen. In der Stadt Lom standen der Stadtpark, die Uferstraße, ein Großteil des Hafens sowie zwei Hotels im Wasser, wie der Bürgerschutz mitteilte. In allen Gemeinden entlang des Flusses war am Vortag wegen der Hochwassergefahr der Notstand erklärt worden. Die zuständigen Behörden waren seitdem in Evakuierungsbereitschaft. In Widin im Westen erreichte das Wasser am Freitag mit 9,56 Meter einen Rekordstand und übertraf die Evakuierungsmarke um mehrere Zentimeter.

Nicht anders im Norden Serbiens: In Smederevo, 30 Kilometer östlich von Belgrad hat die Donau hat mit 8,30 Metern den höchsten je gemessenen Stand erreicht. Trotz neu errichteter Dämme wurden die Eisenbahnstrecke und niedrigere Stadtteile überflutet.

In den norddeutschen Hochwassergebieten hat sich dagegen die Lage am Freitag weiter entspannt. Im niedersächsischen Hitzacker wurde am Morgen noch ein Wasserstand von 6,73 Meter gemessen. Die Tendenz sei weiter fallend, sagte eine Sprecherin der Gemeindeverwaltung. „So langsam fangen hier die Aufräumarbeiten an. Auch im schleswig- holsteinischen Lauenburg ging der Wasserstand zurück. Über Ostern soll das große Aufräumen nach der Flut beginnen.

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