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02.01.2011

19:48 Uhr

NRW und Niedersachsen

Skandal um dioxinbelastete Eier und Hühnerfleisch

Der Skandal um dioxinverseuchte Lebensmittel weitet sich offenbar aus. Nach den Betriebsschließungen in NRW warten die zuständigen Behörden auf neuere Ergebnisse. Unter Verdacht steht eine Firma aus Schleswig-Holstein, die Betriebe mit verseuchtem Futter versorgt haben soll.

Wissenschaftler untersuchen in verschiedenen Bundesländern Eier auf Dioxin. dpa

Wissenschaftler untersuchen in verschiedenen Bundesländern Eier auf Dioxin.

HB DÜSSELDORF HANNOVER. Das nordrhein-westfälische Verbraucherschutzministerium rechnete bereits für Montag mit weiteren Ergebnissen der Laboruntersuchungen von Proben aus betroffenen Betrieben. Man gehe davon aus, „dass sich die Anzahl der Fälle mit Dioxin belasteten Eiern erhöhen wird“, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Sonntag.

In zwei von sechs Proben waren nach Angaben des Ministeriums in Düsseldorf bereits erhöhte Dioxin-Werte festgestellt worden. Die als krebserregend geltende chemische Substanz war vermutlich durch verunreinigte Fette in das Futtermittel der betroffenen Betriebe gelangt.

NRW-Verbraucherminister Johannes Remmel (Grüne) kündigte am Wochenende weitere, kurzfristige Überprüfungen von bis zu 25 Ställen im Land an. Sie sollen von einem Futterhersteller beliefert worden sein, in dessen Hühnerfutter mit Dioxin belastete Fette verarbeitetet wurden. Dies gehe aus einer Lieferliste des niedersächsischen Agrarministeriums hervor, sagte Remmel.

Die betroffenen Betriebe liegen den Angaben zufolge in den Kreisen Steinfurt, Minden, Warendorf und Gütersloh. Bei den Firmen handele es sich um Legehennen- und Putenmastbetriebe sowie um fünf weitere landwirtschaftliche Betriebe. 14 Betriebe wurden den Angaben zufolge bereits vorsorglich gesperrt.

Kommentare (1)

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tbhomy

03.01.2011, 09:20 Uhr

Überrascht nicht, da viele betriebe der Nahrungsmittel- und Futtermittelherstellung parallel chemische Mittel herstellen oder diese für die Optimierung der anderen Mittel entwickeln oder mindestens lagern. Und da der Mensch nun einmal nicht unfehlbar ist...
lösung: Trennung von Produktkategorien, und zwar nicht nur technisch sondern auch örtlich. Wer das nicht darstellen kann, schließen, dichtmachen den betrieb.

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