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18.01.2005

16:56 Uhr

Obdachloser erfroren

USA von Kältewelle heimgesucht

Eine Kältewelle aus der Arktis ist über Amerika hereingebrochen. In der Stadt Embarrass im US-Bundesstaat Minnesota wurden minus 48 Grad gemessen und sogar im Sonnenstaat Florida fielen die Temperaturen unter Null Grad.

HB WASHINGTON. Eine Kältewelle aus der Arktis hat den Nordosten der USA in einen eisigen Würgegriff genommen. Mit minus 48 Grad wurden in der Stadt Embarrass im US-Bundesstaat Minnesota Extremtemperaturen nahe dem Rekordtief von 1996 gemessen, berichteten US-Zeitungen am Dienstag. Die arktischen Winde, die im Bundesstaat Michigan mindestens drei Tote forderten, zogen in der Nacht zum Dienstag über die Ostküste hinweg und brachten selbst dem als Sonnenstaat bekannten Florida Minustemperaturen.

Die Messungen in Embarrass reichten fast an die Rekordtemperaturen von 1996 heran: Damals zeigte das Thermometer mit mehr als minus 51 Grad die niedrigste Temperatur an, die jemals in Minnesota gemessen wurde. In der US-Großstadt Chicago im Bundesstaat Illinois verzeichneten Meteorologen die kältesten Tage im Januar seit acht Jahren, berichtete die „Chicago Tribune“.

In der Nähe von Detroit (Michigan) ist nach einem Bericht der „Detroit News“ mindestens ein Obdachloser erfroren. Zwei Einwohner aus Oceana County seien an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestoben, nachdem sie in einem Wohnwagen ein Heizgerät aufgestellt hatten, das nur im Freien benutzt werden darf.

In New York warnte der nationale Wetterservice die Bevölkerung am Montagabend vor der Kälte: „Personen, die sich draußen aufhalten, müssen sich extrem warm anziehen, um das Risiko von Erfrierungen zu reduzieren“.

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