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14.09.2012

19:29 Uhr

Oben-ohne-Fotos

Royals klagen gegen französisches Boulevardblatt

Prinz William und seine Ehefrau Kate Middleton klagen gegen den Abdruck intimer Fotos in einer französischen Boulevardzeitschrift. Das Königshaus fühlt sich an Entgleisungen von Paparazzi zu Zeiten von Lady Di erinnert.

Camilla Parker Bowles, Kate Middleton (Mitte) und Prinz William (rechts) Ende Juli während der Olympischen Spiele. Reuters

Camilla Parker Bowles, Kate Middleton (Mitte) und Prinz William (rechts) Ende Juli während der Olympischen Spiele.

ParisMit dem Abdruck von Oben-Ohne-Fotos von Prinz Williams Ehefrau Kate hat ein französisches Klatsch-Blatt für Empörung im britischen Königshaus gesorgt. Das Paar reichte einen Eilantrag bei einem Gericht bei Paris ein, um eine Weiterverbreitung der Fotos aus ihrem Urlaub in Frankreich zu verhindern, wie die Nachrichtenagentur AFP am Freitag aus informierten Kreisen erfuhr. Darin werfen sie dem Magazin „Closer“ einen „Eingriff in das Privatleben“ vor.

Das Magazin, das auch in Deutschland und Großbritannien erscheint, hatte am Freitag in seiner französischen Ausgabe Fotos veröffentlicht, die Kate nur mit einer Bikinihose bekleidet während eines Urlaubs Anfang September mit William in Südfrankreich zeigen. Das Magazin druckte eines der insgesamt 15 Fotos auf der Titelseite ab und die anderen auf fünf weiteren Seiten. Zu sehen ist auch, wie William seiner 30-jährigen Frau Sonnencreme aufträgt.

William und Kate „verlangen, dass dieser Eingriff in das Privatleben unterbunden wird“, hieß es aus den informierten Kreisen. Ein Richter in Nanterre wird sich am Montag mit dem Eilantrag des Paares befassen. Das Büro des Paares erklärte, der Abdruck der Bilder in „Closer“ erinnere „an die schlimmsten Entgleisungen der Presse und der Paparazzi während Dianas Leben.“ Der Abdruck der Bilder sei „grotesk und völlig ungerechtfertigt“. Die Mutter von Prinz William, Prinzessin Diana, war 1997 auf der Flucht vor Fotografen bei einem Autounfall in Paris ums Leben gekommen.

Die Zeitschrift hatte zu den Fotos spöttisch geschrieben: Prinz „Harry hat die Mode vorgegeben: Bei den Windsors zieht man sich jetzt aus“. Der Bruder von William hatte jüngst mit Nacktfotos für Schlagzeilen gesorgt. Die pikanten Bilder zeigten den jüngeren Sohn des britischen Thronfolgers Prinz Charles nackt mit einer unbekleideten Frau am Rande eines „Strip Billard“-Spiels in einem Hotelzimmer in Las Vegas.

Die Redaktionschefin von „Closer“, Laurence Pieau, sagte AFP, die Bilder seien „überhaupt nicht schockierend“. „Sie zeigen eine junge Frau, die sich oben ohne sonnt, so wie es Millionen von Frauen am Strand tun.“ Sie betonte zudem, die Terrasse der in der Provence gelegenen Villa, auf der Kate fotografiert wurde, sei „von der Straße aus sichtbar“. Pieau zufolge hat „Closer“ die körnigen Bilder bislang „weltexklusiv“.

Medienangaben zufolge lehnten mehrere britischen Medien die ihnen angebotenen Bilder ab. Die Boulevardzeitung „Sun“, die als einzige britische Zeitung die Nacktbilder von Harry veröffentlicht hatte, kündigte an, die Fotos von Kate aus Respekt vor ihrem Privatleben nicht drucken zu wollen. Der Chefredakteur der zum Medienimperium von Rupert Murdoch gehörenden Zeitung, Dominic Mohan, sagte zur Begründung, die Umstände lägen anders.

Von

afp

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

14.09.2012, 21:56 Uhr

Diese "Royals" bekommen extrem viel Geld dafür, für ihr Grusel-"Königshaus" Werbung zu machen. Damit der STeuerzahler in GB weiter viel Geld für dieses Kasperle-Theater namens Monarchie locker macht. Positive Werbung, versteht sich, herumstehen und gebleachte Zähnchen zeigen, auf Waisenhaus-Eröffnungen oder bei den Olympischen Spielen. Ist es da zu viel verlangt, im Sommerurlaub (bei einer frei einsichtigen Terrasse einen Bikini zu tragen? Diese Leute provozieren die PAparazzi-Attacken. Es geht ihnen - genau wie den Paparazzis - um die Kohle. Darum, jetzt mit ihrer lächerliche Klage möglichst viel Geld aus der Sache zu schlagen.
Bemerkenswert. Kein Niveau mehr, nirgends.

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