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23.04.2014

12:41 Uhr

Odenwaldschule

Ex-Lehrer stand unter Beobachtung

Die Odenwaldschule schafft es nicht aus den Schlagzeilen. Nun kam heraus, dass ein Lehrer von der Internatsleistung wegen Kinderporno-Verdachts beobachtet wurde. Erst die Polizei sorgte für den Rauswurf des Pädagogen.

Die Sensibilität für Vergehen an Minderjährigen ist an der Odenwaldschule seit Bekanntwerden der Missbrauchsfälle in den 80ern und 90ern hoch. dpa

Die Sensibilität für Vergehen an Minderjährigen ist an der Odenwaldschule seit Bekanntwerden der Missbrauchsfälle in den 80ern und 90ern hoch.

Heppenheim Ein wegen Kinderporno-Verdachts entlassener Lehrer der südhessischen Odenwaldschule ist bereits seit längerem von der Internatsleitung beobachtet worden. Schüler hätten auf den 32-Jährigen hingewiesen und ihn als „manchmal merkwürdig und komisch“ bezeichnet, bestätigte die Schulsprecherin Gertrud Ohling-von Haken am Mittwoch einen Bericht der Zeitung „Darmstädter Echo“. Näher hätten die Schüler diese Beobachtung nicht beschreiben können. „Wir sind aber jedem der Hinweise nachgegangen“, sagte die Sprecherin.

Die Wohnung des Lehrers war wegen des möglichen Besitzes von Kinderpornos am 9. April durchsucht worden, die Schule hatte dem Pädagogen fristlos gekündigt. An der Odenwaldschule waren vor Jahrzehnten mindestens 132 Schüler von Lehrern sexuell missbraucht worden. Der Skandal kam erst viele Jahre später an die Öffentlichkeit. Das Internat versprach Veränderungen, um Übergriffe zu verhindern.

Von

dpa

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