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13.07.2013

02:20 Uhr

Offizielle Zwischenbilanz

Sechs Tote bei Zugunglück in Frankreich

Bei einem schweren Zugunglück in der Nähe der französischen Hauptstadt sind laut den Behörden sechs Menschen ums Leben gekommen, weitere Opfer sind wahrscheinlich. Die Unfallursache ist noch unklar.

Sechs Waggons entgleisten vor dem Bahnhof: Beim Unglück starben sechs Menschen, neun trugen schwerste Verletzungen davon. AFP

Sechs Waggons entgleisten vor dem Bahnhof: Beim Unglück starben sechs Menschen, neun trugen schwerste Verletzungen davon.

ParisIneinander verkeilte Waggons, ein völlig verwüsteter Bahnsteig und dazwischen Tote und Verletzte: Für knapp 400 Passagiere eines französischen Intercitys endete die Fahrt ins Wochenende in einer Katastrophe. Nach Regierungsangaben mussten zudem 30 Reisende in Krankenhäuser gebracht werden. Acht von ihnen seien schwer verletzt, sagte Premierminister Jean-Marc Ayrault in der Nacht zum Samstag am Unfallort im Großraum von Paris. Nach Angaben von Frankreichs Bahnchef Guillaume Pepy waren rund 370 Menschen in dem Intercity-Zug in Richtung Limoges unterwegs. In der Nacht wurde nach möglichen weiteren Todesopfern gesucht

Präsident Francois Hollande, der sich an der Unglücksstelle persönlich ein Bild machen wollte, sprach von einer Katastrophe. Der Bahnhof werde für drei Tage geschlossen bleiben.

An der Unglücksstelle bot sich Augenzeugen und mehr als 300 Rettungskräften ein Bild des Grauens. „Das Bahnsteigdach ist eingestürzt. Vier Waggons sind total zerfetzt“, berichtete der sozialistische Parlamentarier Michel Pouzol im Radio. Es sei ein „apokalyptischer Anblick“. Der Bürgermeister des betroffenen Ortes, Bernard Decaux, sprach von Panik rund um den Bahnhof.

Mindestens Sechs Tote bei Zugunglück in Frankreich

Video: Mindestens Sechs Tote bei Zugunglück in Frankreich

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Die Ursache des Unfalls war zunächst völlig unklar. Nach ersten Ermittlungen entgleisten mehrere Waggons des Zuges an einer Weiche rund 200 Meter vor dem Bahnhof von Brétigny-sur-Orge. Während der eine Zugteil weiterrollte, krachte der andere zum Teil auf den Bahnsteig. Mehrere Waggons schoben sich ineinander.

Verkehrsminister Frédéric Cuvillier erklärte, der Zug sei nicht zu schnell gewesen. Er sei 137 Stundenkilometer gefahren und damit 13 km/h langsamer als erlaubt.

Eisenbahner verhinderten offensichtlich eine noch größere Katastrophe. Es sei gelungen, den verunglückten Zug anzuhalten und einen Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Zug zu verhindern, sagte Bahnchef Pepy am späten Abend. Auf Einzelheiten wollte er jedoch nicht eingehen. Hunderte Rettungskräfte und mehrere Hubschrauber waren nach dem Unglück im Einsatz. Einige Reisende waren Stunden in Waggons eingeklemmt.

Ein in der Nähe der Unfallstelle wohnender Eisenbahner im Ruhestand berichtete dem Sender RTL: „Das hat sich wie ein kleines Erdbeben angefühlt. Es gab einen heftigen Stoß, aber keinen großen Lärm.“ Andere Anwohner sprachen von einem großen „Bums“.

„Es flogen überall Trümmerteile und Schotter herum“, berichtete ein 22 Jahre alter Augenzeuge, der zum Unglückszeitpunkt in der Bahnhofsbar saß. Teller seien auf den Boden gekracht, eine Frau sei durch die Schockwelle fünf Meter durch die Luft geschleudert worden.

Kommentare (1)

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mehrdornen

13.07.2013, 06:36 Uhr

ist eigentlich das männerpissoir in der bahnlounge - sprch wartezimmer - in mannheim nach über 6 monaten endlich repariert oder hängt noch der blaue plastiksack drüber.

eine geringstanforderung eigentlich,aber für die vorstände der bahn g r u b e und konsorten,die dem unternehmen vorstehen, u n b e w ä l t i g b a r

übrigens auch eine aufgabe für das ordnungsamt mannheim,schließlich ist die havarie eine seuchenschleuder

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