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01.06.2013

15:31 Uhr

Oklahoma

Tornados fordern mindestens fünf Todesopfer

Der Mittlere Westen in den USA kommt nicht zur Ruhe. Tornados wüten weiter. Die Wirbelstürme verursachen erneut schwere Schäden. Und wieder sind einige Todesopfer zu beklagen.

Schwere Überschwemmungen nach Tornados in den USA

Video: Schwere Überschwemmungen nach Tornados in den USA

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ChicagoKnapp zwei Wochen nach dem verheerenden Tornado mit 24 Toten im US-Bundesstaat Oklahoma ist die Gegend erneut von heftigen Wirbelstürmen heimgesucht worden. Mindestens fünf Menschen kamen ums Leben, als am Freitag mehrere Tornados über das Gebiet hinwegfegten, wie die Behörden mitteilten. Unter den Toten waren laut der örtlichen Katastrophenschutzbehörde auch eine Frau und ihr Kind, die auf einer Autobahn verunglückten.

Mindestens zwölf Menschen wurden den Angaben zufolge verletzt. Es sei aber davon auszugehen, dass die Zahl weiter steigen werde, hieß es. Örtliche Medien berichteten unter Berufung auf Krankenhäuser, mindestens 39 Menschen seien verletzt worden. Nach Angaben der Behörden könnte es angesichts von Überschwemmungen einige Tage dauern, bis genaue Zahlen vorliegen.

Der Wagen wurde durch einen Sturm von der Straße gefegt. Der Mittlere Westen in den USA wird weiter von Tornados verwüstet. Reuters

Der Wagen wurde durch einen Sturm von der Straße gefegt. Der Mittlere Westen in den USA wird weiter von Tornados verwüstet.

Verletzte gab es vor allem bei einer Reihe von Autounfällen. Auch durch umgestürzte Anhänger und Lkw wurden Menschen verletzt, wie eine Sprecherin der Autobahnpolizei dem Fernsehsender KFOR sagte. Angesichts der Überschwemmungen wurden die Menschen aufgefordert, Straßen zu meiden. Auf Fotos waren Straßen zu sehen, die wie Flüsse aussahen. Mehr als 170.000 Menschen im Gebiet von Oklahoma City hatten keinen Strom.

Berichten zufolge zogen insgesamt fünf Tornados mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 145 Kilometern die Stunde durch die Gegend um Oklahoma City. Dabei gingen teils sehr große Hagelkörner nieder. Der Sender KFOR berichtete von schweren Schäden in El Reno und Yukon. Am Flughafen von Oklahoma City mussten Passagiere in einem unterirdischen Tunnel in Sicherheit gebracht werden, Flüge wurden gestrichen. Gegen 3.30 Uhr Ortszeit (10.00 Uhr MESZ) konnte der Flughafenbetrieb wieder aufgenommen werden.

Die Tornados zogen am Freitag im Mittleren Westen durch eine Gegend nahe der Stadt Moore, die bereits vor knapp zwei Wochen durch einen Wirbelsturm verwüstet worden war und durch den 24 Menschen ums Leben gekommen waren. Zwar wurde der Notstand nach den jüngsten Wirbelstürmen in Teilen Oklahomas aufgehoben, Warnungen vor Springfluten und heftigen Gewittern wurden aber aufrechterhalten.

Dem Wetterdienst zufolge sollte das Unwetter am Samstag weiter nach Osten ziehen in Richtung der Täler der Flüsse Ohio und Mississippi. Im Bundesstaat Missouri, der an den Mississippi-Fluss grenzt, wurde bereits in der Nacht zum Samstag der Notstand ausgerufen. In den USA gibt es jährlich rund 1200 Tornados. Die meisten ereignen sich in den großen Ebenen von Oklahoma, Kansas und Texas.

Von

afp

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