Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.11.2015

16:21 Uhr

Online-Kriminalität

Polizei geht mit Razzia gegen Falschgeld-Handel vor

Der Internet-Handel mit gefälschten 20- und 50-Euro-Scheinen blüht. Nun haben Ermittler der Polizei bei einer Razzia zahlreiche Wohnungen in Deutschland durchsucht. Der Schlag richtet sich auch gegen das Darknet.

Die online gehandelten Blüten seien von hoher Qualität, so die Polizei. Versandt werden sie per Post. dpa

20- und 50-Euro-Banknoten betroffen

Die online gehandelten Blüten seien von hoher Qualität, so die Polizei. Versandt werden sie per Post.

WiesbadenIm Kampf gegen Falschgeldhandel im Internet haben Ermittler der Polizei in mehreren Bundesländern zahlreiche Wohnungen durchsucht. Die Tatverdächtigen sollen über das Darknet – einem verdeckten, anonymen Bereich des Internets – gefälschte 20- und 50-Euro-Noten bestellt und mit digitaler Währung bezahlt haben, wie das Bundeskriminalamt (BKA) am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.

Die mit Offset-Verfahren in Italien gedruckten Falschnoten seien von guter Qualität und im Alltag nur schwer als „Blüten“ zu erkennen. Versandt worden seien die Bestellungen per Post. Ob die Ankäufer das Falschgeld selbst in Umlauf brachten oder weiterverkauften werde noch ermittelt, hieß es vom BKA.

So erkennen Sie Falschgeld

Fühlen

Bei echten Noten ist der Schriftzug BDE ECB EZB EKT EKP am oberen Rand der Scheine ist fühlbar.

Sehen

Das Wasserzeichen im nicht-bedruckten Teil des Scheines ist sichtbar, wenn man es gegen Licht hält.

Kippen

Die Hologrammelemente verändern sich beim Kippen.

Betrachten

Der Glanzstreifen der kleinen Scheine und die rechte Wertzahl auf den großen Scheinen wandeln sich beim Kippen.

Prüfen

Das Münzbild bei Münzen muss sich deutlich vom Grund abheben, und zwar ohne Unebenheiten.

Drehen

Die Randprägung ist bei echten Münzen gestochen scharf.

An der Razzia am Mittwoch waren den Angaben zufolge unter anderem die Landeskriminalämter in Hessen, Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen beteiligt. Zur Zahl der Verdächtigen oder durchsuchten Wohnungen machte das BKA keine Angaben. 20- und 50-Euro Noten hätten 2014 mehr als die Hälfte des in Deutschland sichergestellten Falschgeldes ausgemacht.

Händler und Käufer illegaler Güter wie Drogen, Waffen oder auch Falschgeld fühlten sich im Darknet sicher vor Strafverfolgung, teilte die Behörde mit. Allerdings sei dies nicht so, wie der jüngste Fall zeige.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×