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20.02.2015

14:46 Uhr

Oscar-Verleihung 2015

„Birdman“ und „Grand Budapest Hotel“ sind Favoriten

Am Sonntag schaut die Welt wieder auf Los Angeles. Denn dann werden die begehrtesten Filmpreise der Welt verlieren: die Oscars. Auch die Deutschen sind im Rennen um die goldenen Trophäen vertreten.

Zu den Darstellern mit Oscar-Chancen zählen Julianne Moore, Reese Witherspoon, Eddie Redmayne, Michael Keaton und Bradley Cooper. AFP

Dolby Theatre in Hollywood

Zu den Darstellern mit Oscar-Chancen zählen Julianne Moore, Reese Witherspoon, Eddie Redmayne, Michael Keaton und Bradley Cooper.

Los AngelesBald hat das Warten ein Ende: Am Sonntag werden in Los Angeles die begehrtesten Filmpreise der Welt verliehen, die Oscars. Neben den Gewinnern wird einer besonders im Scheinwerferlicht stehen: „How I Met Your Mother“-Star Neil Patrick Harris (41) gibt sein Debüt als Gastgeber und Moderator. Er ist Nachfolger von Ellen DeGeneres (57), die im vergangenen Jahr mit einem Superstar-Selfie bei Twitter weltweit Aufmerksamkeit erregte. In Deutschland zeigt ProSieben die Verleihung in der Oscar-Nacht (22./23. Februar) ab 00.40 Uhr live.

Vor der Verleihung der 87. Academy Awards liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Bei strahlendem Sonnenschein wurde entlang des roten Teppichs weiter aufgebaut und dekoriert. Für Sonntag sagte der Wetterdienst allerdings leichte Schauer voraus.

Dutzende Stars, darunter Cate Blanchett, Jared Leto und Matthew McConaughey sind als Helfer zum Verteilen der Trophäen eingeladen.

Als Favoriten gehen mit je neun Nominierungen die Filme „Birdman oder Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit“ und „Grand Budapest Hotel“ in das Preisrennen. „The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben“ hat acht Gewinnchancen, „Boyhood“ und „American Sniper“ sind für je sechs Trophäen nominiert. Zu den Darstellern mit Oscar-Chancen zählen Julianne Moore, Reese Witherspoon, Eddie Redmayne, Michael Keaton und Bradley Cooper.

Kaufen, Klauen, Essen: Fakten über den Oscar (1)

Oscar...

Die 35 Zentimeter große, vier Kilogramm schwere und mit Gold überzogene Figur – sie gleicht einem Ritter, der auf einer Filmspule steht und sich auf ein Schwert stützt – ist eben die begehrteste Filmtrophäe der Welt. Sie soll nicht käuflich sein, man muss sie sich verdienen, meinen die Organisatoren.

...ist käuflich

Normalerweise gewinnt man einen Oscar, doch er ist auch käuflich. Schon ab knapp zehn Dollar und bis weit über eine Million. Hollywoods höchste Auszeichnung ist ein begehrtes Objekt.

Michael Jackson...

Der 2009 verstorbene Popstar war tatsächlich Besitzer einer Oscar-Trophäe, allerdings auf Umwegen und für sehr viel Geld. 1999 hatte der Sänger für über 1,5 Millionen Dollar den begehrten Goldjungen aus dem Jahr 1939 für das prämierte Südstaaten-Drama „Vom Winde verweht“ ersteigert.

...bezahlte Rekordpreis

1,5 Millionen Dollar ist mit Abstand der höchste Preis, der jemals öffentlich für eine Oscar-Statue geboten wurde. Extrem, ja, aber nicht weiter verwunderlich, meint der Auktions-Experte Darren Julien von Julien's Auctions in Beverly Hills. „Für Sammler ist der Oscar die ultimative Hollywood- Trophäe, das ist der „Monet“ unter den Preisen“. Vor allem aus Asien und Russland bekomme er viele Anfragen nach käuflichen Oscars, erzählt Julien.

Es gibt nicht viele...

Seit der ersten Oscar-Verleihung im Jahr 1929 sind nach Angaben der Film-Akademie nur knapp 3000 Statuen ausgehändigt worden.

...und ein Rückkaufsrecht

Seit 1950 sichert sich der Verband von allen Oscar-Gewinnern vertraglich das Recht zu, die Statuen für einen symbolischen Preis von einem Dollar zu erwerben, falls die Gewinner ihre Trophäe in bare Münze umsetzen wollen. Dieser Knebelvertrag gilt auch für die Erben.

Oscar-Auktionen rund um...

Damit wird jede Oscar-Auktion zur Besonderheit. 2012 kamen gleich 15 Goldjungen für insgesamt mehr als drei Millionen Dollar unter den Hammer – alle aus Jahren vor 1950. Der mit Abstand teuerste Oscar war der von Herman J. Mankiewicz für das Drehbuch von „Citizen Kane“, der für umgerechnet 440.000 Euro wegging.

...Bette Davis und

2001 ersteigerte Oscar-Preisträger Steven Spielberg den 1938 für „Jezebel“ gewonnenen Oscar von Hollywood-Ikone Bette Davis. Er zahlte 578 000 Dollar und schenkte die Statue umgehend der Academy. Damit „rettete“ Spielberg bereits zum zweiten Mal einen Oscar vor einer weiteren kommerziellen Ausnutzung.

...Clark Gable

1996 hatte der Regisseur die Oscar-Trophäe von Clark Gable für den Film „Es geschah in einer Nacht“ für über 600.000 Dollar ersteigert und der Filmakademie vermacht.

Es gibt auch deutsche Aspekte: Regisseur Wim Wenders (69) könnte in der Sparte „Beste Dokumentation“ gewinnen. Er ist mit „Das Salz der Erde“ über den brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado im Rennen. Chancen hat auch die Doku „Citizenfour“ über Whistleblower Edward Snowden“, die der NDR und der BR mitproduzierten.

Von

dpa

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