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20.04.2014

13:24 Uhr

Ostermesse in Rom

Der Papst – ein „Mann der Veränderung“

Papst Franziskus hat mit Zehntausenden Menschen aus aller Welt die Ostermesse gefeiert und Frieden gefordert. In Deutschland schaut man auf das bisherige Wirken des Kirchenoberhauptes und staunt über den neuen Schwung.

Papst Franziskus werde die Kirche verändern, glauben deutsche Katholiken. dpa

Papst Franziskus werde die Kirche verändern, glauben deutsche Katholiken.

Rom/Köln Papst Franziskus hat in seiner Osterbotschaft die Gewalt in Konfliktgebieten wie Syrien oder der Ukraine angeprangert und Frieden und Nächstenliebe gefordert. „Wir bitten dich, glorreicher Jesus, lass alle Kriege, jede große oder kleine, alte oder neue Feindseligkeit aufhören“, sagte er am Sonntag vor rund 150 000 Gläubigen auf dem festlich geschmückten Petersplatz. Er wandte sich zudem gegen Hunger und Verschwendung in der Welt, bevor er von der Loggia des Petersdoms den traditionellen Segen „Urbi et Orbi“ sprach.

Bei Sonnenschein in Rom rief der Papst mehrmals zu einem Ende der Gewalt auf. „Für alle Völker der Erde bitten wir dich, o Herr: Der du den Tod besiegt hast, schenke uns dein Leben, schenke uns deinen Frieden.“ Das Oberhaupt der katholischen Kirche prangerte die Situation in einigen Konfliktgebieten wie dem Irak, Nigeria, dem Südsudan, der Zentralafrikanischen Republik oder Venezuela an.

Der Ukraine wünschte er eine Zukunft „in einem Geist der Einheit und des Dialogs“. In Syrien müssten die Parteien „den Mut aufbringen, über den Frieden zu verhandeln, der schon allzu lange erwartet wird.“ Franziskus lobte auch die „aufkeimenden Hoffnungen“ durch die Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern.

Zuvor feierte der Papst mit den Gläubigen die traditionelle Ostermesse zur Auferstehung Christi. Danach fuhr er mit dem Jeep einige Runden auf dem Petersplatz, begrüßte die Pilger und schüttelte Hände.

Den Segen „Urbi et Orbi“ - der Stadt und dem Erdkreis - verfolgten Millionen Menschen in aller Welt im Fernsehen und via Internet. Der Papst verzichtete dabei wie schon im vergangenen Jahr auf die üblichen Ostergrüße in Dutzenden Sprachen. Stattdessen wünschte er den Menschen auf Italienisch ein „gutes Mittagessen“ und frohe Ostern.

In seiner Botschaft wandte sich der Argentinier gegen die Ausbeutung von Wehrlosen, Kindern, Frauen und Alten. Er geißelte die Verbreitung von Krankheiten „aufgrund der Nachlässigkeit und der extremen Armut“. Franziskus forderte die Menschen zudem auf, Flüchtlinge zu unterstützen und zu ermutigen.

Der Papst selbst hatte zu Ostern kranke Kinder mit einem Lastwagen mit Schokoladeneiern überrascht. Zudem soll der für Almosen zuständige Erzbischof rund um den Bahnhof Termini Geld und Ostergrüße des Papstes an Obdachlose verteilt haben.

Am Samstagabend hatte Franziskus in einer stimmungsvollen Osternacht die Menschen dazu aufgerufen, zum Ursprung ihres Glaubens zurückzukehren und diesen in die Welt zu tragen.

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