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25.06.2017

12:11 Uhr

Pakistan

Mehr als 140 Tote bei Tanklaster-Katastrophe

Dutzende Dorfbewohner eilen zu einem umgefallenen Tanklastwagen, um auslaufenden Treibstoff aufzusammeln. Über den Moschee-Lautsprecher waren sie über den Unfall informiert worden. Dann kommt es zur Katastrophe.

Explosion in Pakistan

120 Tote wegen einer angezündeten Zigarette

Explosion in Pakistan : 120 Tote wegen einer angezündeten Zigarette

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BahawalpurBei der Explosion eines Tanklastwagens in Pakistan sind am Sonntag mindestens 148 Menschen ums Leben gekommen. Dutzende wurden mit schweren Verbrennungen in kritischem Zustand in Krankenhäuser gebracht, berichtete Mohammed Baqar, ein leitendes Mitglied der Rettungsdienste.

Der Fahrer hatte auf der Fernstraße zwischen Karachi und Lahore beim Dorf Bahawalpur die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, der Lastwagen kippte um. Über den Lautsprecher der Moschee wurden die Dorfbewohner über den Unfall informiert, so der örtliche Polizist Rana Mohammed Salim. Dutzende rannten mit Kanistern zur Unfallstelle, um auslaufenden Treibstoff aufzusammeln.

Ein Sprecher der Autobahnpolizei, Imran Shah, sagte einem örtlichen Fernsehsender, die Polizei sei schnell an der Unfallstelle gewesen, um den Verkehr umzuleiten. Gegen den Ansturm der Dorfbewohner sei sie aber machtlos gewesen. Der Lastzug explodierte schließlich in einem Feuerball.

Mehr als 120 Menschen starben bei der Explosion des verunglückten Tankwagens in Pakistan. AP

Rauchende Trümmer

Mehr als 120 Menschen starben bei der Explosion des verunglückten Tankwagens in Pakistan.

Augenzeugen berichten, einige Menschen hätten in der Nähe der Unfallstelle geraucht. Das könnte das Inferno ausgelöst haben. Dutzende Motorräder und Autos seien durch die Explosion in Brand geraten.

Pakistanische Fernsehsender zeigten Bilder von einer aus dem umgestürzten Lastwagen aufsteigenden riesigen Rauchwolke, von Rettungswagen und Armee-Hubschraubern, die Verletzte in Krankenhäuser brachten. Baqar befürchtete, dass die Zahl der Toten noch steigen werde.

Die Verletzten mit schwersten Verbrennungen wurden in Krankenhäuser ins 100 Kilometer entfernte Multan gebracht. Etliche Menschen seien bis zur Unkenntlichkeit verbrannt und müssten mit DNA-Tests identifiziert werden, fügte er hinzu. Unter den Todesopfern seien Männer, Frauen und Kinder.

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