Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.01.2011

17:19 Uhr

Pandemievirus H1N1

Sieben Tote durch Schweinegrippe

Die Schweinegrippe ist wieder auf dem Vormarsch: In den Arztpraxen häufen sich die Erkrankungen, erneut sind Todesfälle zu beklagen. Besonders bei Kindern und jungen Menschen gibt es laut dem Robert Koch-Institut schwere Verläufe und Todesfälle.

Colorierte Negativaufnahme des Schweinegrippe-Erregers H1N1. DAPD

Colorierte Negativaufnahme des Schweinegrippe-Erregers H1N1.

HB KÖLN/BERLIN. Sieben Tote meldete das am Mittwoch in Zusammenhang mit einer Schweinegrippe-Infektion von Oktober bis 7. Januar. In der ersten Januarwoche gab es zudem 39 Infektionen mit dem H1N1-Virus - der höchste Wert seit Oktober. Susanne Glasmacher vom RKI sagte in Berlin, Besonderheit der Grippewelle sei, dass es verstärkt schwere Verläufe und Todesfälle bei Kindern und jungen Menschen gebe. Rund drei Viertel aller Grippekranken sind mit dem Schweinegrippevirus H1N1 infiziert.

Eine Erkrankung verläuft zwar meistens problemlos. Es gibt aber immer wieder gefährliche Komplikationen und Todesfälle. Zu den sieben vom RKI genannten Toten kommen weitere Fälle aus den vergangenen Tagen hinzu. Allein am Mittwoch wurden zwei Schweinegrippe-Opfer aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gemeldet. Ein 36-jähriger Mann aus Ostwestfalen starb bereits am Wochenende an der Schweinegrippe, er habe keine Vorerkrankungen gehabt, sagte eine Sprecherin des Kreises. In Göttingen erlag eine 75-jährige Frau am Dienstag laut Stadtverwaltung den Folgen der Schweinegrippe.

Weniger eindeutig waren drei weitere Todesfälle - ein Mädchen in Köln, ein Mann in Essen und eine Frau in Münster. Bei allen Patienten war das H1N1-Virus festgestellt worden. Bei der Sechsjährigen soll eine Obduktion die genaue Todesursache klären. Ein Sprecher der eingeschalteten Kölner Staatsanwaltschaft sagte, es dauere einige Tage bis zu einem Ergebnis. Der in Essen gestorbene 57-Jährige mit H1N1-Diagnose war auch schwer lungenkrank. Am Uniklinikum Münster starb eine Frau an Organversagen, die Schweinegrippe und andere Erkrankungen hatte.

Für Hessen berichtete das Sozialministerium seit Jahresbeginn von 21 Infektionen mit dem Schweinegrippevirus. Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel wird derzeit eine Patientin mit Schweinegrippediagnose behandelt, deren Zustand als "kritisch, aber stabil" eingestuft wird.

Jugendärzte betonten, dass Kinder besonders gefährdet seien - und zugleich auch die Hauptüberträger der Schweinegrippe, die durch Husten und Niesen (Tröpfcheninfektion) und über die Hände weitergegeben wird. "Das Immunsystem der Kinder kennt dieses noch neue Virus nicht, hat damit keine Erfahrung", sagte der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Wolfram Hartmann, der Nachrichtenagentur dpa in Köln. Eine Impfung - noch vor dem für Februar erwarteten Höhepunkt der Grippewelle - sei ratsam. Der aktuelle Grippeimpfstoff schützt nicht nur vor den saisonalen Grippeviren, sondern auch vor. Aus RKI-Sicht reicht die Empfehlung der Ständigen Impfkommission aus, unter den Kindern lediglich chronisch Kranke gegen Grippe impfen zu lassen.

In einer Grippesaison sterben in Deutschland im Durchschnitt 8 000 bis 11 000 Menschen in Folge der Erkrankung, schätzen Experten. Die Zahl schwankt jedoch erheblich. So kann es in einer milden Saison so gut wie keine Todesfälle geben, in einer starken Saison dagegen 30 000. In der Regel sind Ältere stärker betroffen als Jüngere. Das ist beim Schweingrippevirus jedoch umgekehrt.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann

13.01.2011, 10:12 Uhr

Saisonale influenzasaison 2010/2011 startete bei 7°C kaltem Trinkwasser – aber: 5.000 bis 30.000 influenza-Tote je winterliche influenza-Saison sind gelogen

Jetzt bei Trinkwassertemperaturen unter 7°C ging es wieder los. Die saisonale influenza wird durch das kalte Trinkwasser ausgelöst. Das kalte Trinkwasser konserviert und transportiert die sehr kleinen influenzaviren. Menschen scheiden das neue H1N1 Schweinegrippevirus mit Erbrochenem und Durchfall aus. Tiere verschmutzen durch Fäkalien und mit ihren Ausscheidungen aus Nase und Maul bzw. Schnabel das Wasser. Oberflächen-, Quell- und Grundwasser sind mit Viren belastet. Viren bleiben im kalten Wasser lange ansteckend. Deshalb tritt die influenza bei uns überwiegend im Winter auf. Die sehr kleinen Viren werden im herkömmlichen Wasserwerk nur unvollständig gefiltert. Chlorung z. b. bringt wenig, weil Viren im Wasser verklumpt vorkommen und deshalb von den herkömmlichen Desinfektionsverfahren nicht vollständig erreicht werden. Alle Menschen haben Kontakt zum Trinkwasser. Trinkwasser muss frei von Viren sein. Das geht mit der Ultrafiltration, für einen halben Euro pro Person und Monat.

5.000 bis 30.000 influenza-Tote je winterliche influenza-Saison gibt es in Deutschland nicht. Eine große, gebetsmühlenartig vom RKi berlin wiederholte Lüge! Nach den Zahlen des Statistischen bundesamtes gibt es in Deutschland etwa 100 labordiagnostisch nachgewiesene influenza-Tote je Winter. Die hohen Zahlen ergeben sich nur, weil das Robert Koch-institut RKi berlin die Toten durch bakterielle Lungenentzündungen zu den viralen influenza-Toten addiert. Ein mieser Trick, der den impfstoff- und Tamiflu-Absatz ankurbelt! Der auch nach Auskunft des RKi sichere influenza-Schnelltest kostet rund 15 Euro und kann in jeder Arztpraxis innerhalb von 20 Minuten durchgeführt werden. Es ist unwahrscheinlich, dass gerade in schweren, tödlich verlaufenden influenza-Fällen nicht einmal der influenza-Schnelltest durchgeführt wird.

Dipl.-ing. Wilfried Soddemann
soddemann-aachen@t-online.de
http://sites.google.com/site/trinkwasservirenalarm/Trinkwasser-Viren

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×